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GLOBAL 2000 fordert Redimensionierung und Ausstieg aus Strecken, die in Konkurrenz zur Bahn stehen

Wien (23. Oktober 2008). Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 wendet sich gegen die aktuellen politischen Vorstöße, die Fluglinie AUA mit Steuergeldern zu sanieren und verweist darauf, dass Fliegen rund 50-mal klimaschädlicher als Bahnfahren ist. Vor dem Hintergrund, dass die heimische Fluglinie gerade auf Kurzstrecke eine aggressive Preispolitik betreibt, meint Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000: „Es ist geradezu absurd, wenn ernsthaft in Betracht gezogen wird, dass die SteuerzahlerInnen einen Konkurrenzkampf der AUA gegen die staatlichen ÖBB auf Kurz- und Mittelstrecken mitfinanizeren sollen. Alleine die Tatsache, dass auf Kerosin keine Mineralölsteuer eingehoben wird, ergibt jetzt schon eine Subventionierung der AUA von einer Viertelmilliarde Euro pro Jahr. Jeder Flug eines AUA-Passagiers wird dadurch mit 25 Euro gestützt. Bezahlt wird auch dieses Geschenk von allen österreichischen SteuerzahlerInnen.“

Eine Redimensionierung der schwer defizitiären AUA ist für GLOBAL 2000 eine wünschenswerte Maßnahme für den Klimaschutz. Die AUA sollte auf eine zukunftsfähige und klimaschonende Größe schrumpfen und nur über Flugrouten verfügen, die nicht in direkter Konkurrenz zur Bahn stehen. Kurz- und Mittelstreckenflüge sollten zunehmend auf die Schiene umgelagert werden. GLOBAL 2000 weist auch auf die verteilungspolitische Dimension hin: „Alle Menschen in Österreich würden als SteuerzahlerInnen zur Kasse gebeten werden, damit eine Minderheit weiterhin zu künstlich tiefen Preisen weiterfliegen kann. Die Eile Weniger zerstört überdies das Klima aller“, so Högelsberger abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Pressesprecherin: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail.: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Dr. Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30-18