"Das Ergebnis von Lima ist besorgniserregend schwach und bleibt weit hinter den Erwartungen und Notwendigkeiten zurück, um die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Der erzielte Minimalstkompromiss wird den Herausforderungen des Klimawandels nicht nur annähernd gerecht", so Leonore Gewessler, Geschäftsführerin der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Insbesondere die nur sehr vagen Kriterien für die nationalen Zusagen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen werden den Weg Richtung Klimakonferenz in Paris noch schwieriger machen, als er ohnehin schon ist. Auch Österreich hat mit einem leider nur sehr geringen Beitrag zum Green Climate Fund zu wenig dazu beigetragen, dass die Brücke zwischen den Entwicklungsländern und den Industrieländern in den Verhandlungen gebaut werden kann. Viele wichtigen Entscheidungen wurden so schlichtweg vertagt.

Österreich ist im Klimaschutzranking (Climate Change Performance Index) weiter hinter die Klimaschutzvorreiter-Länder wie Dänemark zurück gefallen, was auch den nationalen Handlungsbedarf in Österreich zeigt. "Die gesamte Bundesregierung ist gefordert, Klimaschutz zur Priorität zu machen und das im Regierungsprogramm versprochene Maßnahmenpaket für Klimaschutz mit den Eckpunkten öko-soziale Steuerreform, thermische Gebäudesanierung und Investitionen in den öffentlichen Verkehr raschest vorzulegen. Nur mit verstärkten nationalen Anstrengungen der Industrieländer wird die Klimakonferenz in Paris 2015 Chancen auf Erfolg haben", so Gewessler abschließend.