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Aktuelle OECD-Studie bestätigt, dass Agrotreibstoffe unwirtschaftlich sind.

Wien (16. Juli 2008). Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 sieht sich nach Erscheinen des heutigen OECD-Berichtes in seiner Kritik an Agrotreibstoffen bestätigt. Die OECD bezeichnet in ihrem aktuellen Bericht die Verwendung von Agrosprit als höchst kostspielig und ineffizient, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. „Dass die Verwendung von Agrotreibstoffen angesichts der weltweiten Lebensmittelkrise unmoralisch und auch ökologisch bedenklich ist, ist schon längst bekannt“, so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000. „Nun bestätigt die OECD, dass Agrotreibstoffe auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten höchst unsinnig sind, denn die Einsparung einer Tonne CO2-Äquivalent kostet den OECD Berechnungen zufolge zwischen 600 und 1.060 Euro.“

GLOBAL 2000 verweist darauf, dass konsequenter Klimaschutz im Verkehrssektor auch kostengünstiger bzw. sogar mit Einsparungen bewerkstelligt werden kann. „Ein Tempolimit von 80/110 ist kostenneutral, bringt aber eine CO2-Reduktion von 1,5 Millionen pro Jahr. Jeder Kilometer Autobahn, der nicht gebaut wird, spart jährlich 2.500 bis 3.000 Tonnen Treibhausgase ein. Die Forcierung von Biosprit ist hingegen nur ein Subventionsprogramm für die Agrar- und Gentechnikindustrie. Sie gaukelt den Autofahrern vor, dass Klimaschutz bei gleich bleibendem Mobilitätsverhalten möglich sei“, so Högelsberger abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30-18