Wien, am 06. Dezember 2013 - GLOBAL 2000 will von den drei großen österreichischen Drogerieketten BIPA, dm und Müller wissen, was sie zum Schutz ihrer KundInnen vor hormonell wirksamen Chemikalien (HWC) in Körperpflegeprodukten unternehmen werden, und bis wann. Der gestern veröffentlichte GLOBAL 2000 Kosmetik-Check zeigte unter anderem, dass jede zweite konventionelle Bodylotion mit HWC belastet ist. Besonders auffallend war dabei das schlechte Abschneiden sogenannter “Qualitätsmarken” wie Dove, Garnier oder Fa, bei denen bis zu 100 Prozent der getesteten Produkte durch hormonell wirksame Chemikalien belastet waren. Die Eigenmarken von dm, BIPA und Müller (Balea, MY, und Aveo) schneiden mit “nur” zwei von 25 untersuchten Bodylotions, die HWC (Parabene) enthalten - das sind acht Prozent - deutlich besser ab, wobei dm und BIPA jeweils ein belastetes Produkt in ihrem Eigenmarkensortiment hatten, und von der Müller-Eigenmarke Aveo gar keine belastete Bodylotions gefunden wurde.

“Diese Ergebnisse machen deutlich, dass für die drei größten in Österreich beheimateten Drogerieketten ein kompletter Ausstieg aus hormonell wirksamen Inhaltsstoffen in ihrem Eigenmarkensortiment eine lösbare Aufgabe sein dürfte.” sagt DI Dr. Helmut Burtscher, Biochemiker von GLOBAL 2000. “Für die Mitbewerber hätte ein solcher Schritt Vorbildwirkung und für die Kundinnen und Kunden wäre er ein unschätzbarer Gewinn! Denn im Drogeriemarkt das Kleingedruckten nach Zungenbrechern wie 'Propylparaben' absuchen zu müssen, ist eine Zumutung.”

Aus diesem Grund stellt GLOBAL 2000 in einem Schreiben an dm, BIPA und Müller folgende Fragen:

  1. Welche Maßnahmen werden Sie setzen um hormonell wirksamen Chemikalien wie Parabene, Ethylhexyl Methoxycinnamate, Phthalate etc. aus den Körperpflegeprodukten ihres Eigenmarken-Sortiments zu entfernen?

  2. In welchem Zeitplan werden Sie diese Maßnahmen umsetzen?

  3. Bis wann können ihre Kundinnen und Kunden damit rechnen, dass alle Eigenmarken-Artikel frei von hormonell wirksamen Chemikalien sind?

“Die Reaktionen von besorgten Konsumenten und Konsumentinnen, die seit der Veröffentlichung der Ergebnisse unseres Kosmetik-Checks bei GLOBAL 2000 eingehen, machen deutlich, wie wichtig ihnen die Sicherheit ihrer Körperpflegeprodukte ist. Das deutlich bessere Abschneiden der Eigenmarken zeigt, dass sich die großen Drogeriemärkten dieser Tatsache und ihrer Verantwortung gegenüber ihren KundInnen durchaus bewusst sind.” sagt Burtscher. “Deswegen und aufgrund erster positiver Signale zweier dieser Drogeriemärkte ist GLOBAL 2000 zuversichtlich, dass sich im Bereich der genannten Eigenmarken schon in näherer Zukunft Verbesserungen der Sicherheit für KonsumentInnen ergeben könnten.”

Auf der von GLOBAL 2000 eingerichtete Website www.global2000.at/kosmetikcheck finden KonsumentInnen die Möglichkeit mittels eines Web Formular ihre Sorge über HWC in Körperpflegeprodukten Ausdruck zu verleihen und die Hersteller aufzufordern diese problematischen Stoffe aus ihren Produkten zu entfernen.

 

Rückfragehinweis:

GLOBAL 2000-Pressesprecherin: Mag. Susanna Schlöglhofer, Tel.: 0699/14 2000 68, E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000-Biochemiker: DI Dr. Helmut Burtscher, Tel.: 0699/14 2000 34, E-Mail: helmut.burtscher@global2000.at