BM Berlakovich muss Österreichs Sicherheitsinteressen wahren.

Wien (3. März 2009). Die slowakische Republik startet nun nach internationalem Druck die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zum Ausbau des AKW Mochovce. Bei Mochovce 3 und 4 handelt es sich um zwei Reaktoren, die basierend auf Sicherheitsstandards von 1974 in der Sowjetunion geplant wurden und über keine Sicherheitshülle (Containment) verfügen. Zum Start der UVP wurde nun von der Slowakei der erste Bericht, das sogenannte Scoping, an Österreich übermittelt, in welchem festgelegt wird, welche Informationen als Grundlage für die UVP herangezogen werden.

GLOBAL 2000 befürchtet, dass die entscheidenden Themenbereiche, die die mangelnden Sicherheitsstandards betreffen, im Scoping nicht enthalten sind. Vielmehr könnte von der slowakischen Republik ein Pseudo-Verfahren angestrebt werden, um keine Kritik an den veralteten Plänen zu Mochovce zuzulassen. „Dieses AKW stellt ein enormes Risiko für die österreichische Bevölkerung dar”, warnt Heinz Högelsberger, Energiereferent von GLOBAL 2000. „Minister Berlakovich ist gefordert, alles zu tun, um eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach internationalem Standard sicherzustellen. Österreich muss vor dieser Steinzeittechnologie geschützt werden.” Innerhalb der nächsten 4 Wochen sind Einwendungen gegen das Scoping möglich, sowohl auf Bundes- und Landesebene sowie von einzelnen BürgerInnen. GLOBAL 2000 Geschäftsführer Klaus Kastenhofer: „Wir rufen alle Österreicherinnen und Österreicher auf, sich gemeinsam mit GLOBAL 2000 geschlossen gegen Mochovce auszusprechen und ihre Einwände einzubringen.“ Unter der E-Mailadresse mochovce@global2000.at können bereits nun Name und Adresse hinterlassen werden, um an der UVP teil zu nehmen.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail.: presse@global2000.at