UmweltschützerInnen begrüßen neues Ökostromgesetz - Jahrelanger Stillstand bei Ökoenergieausbau endlich durchbrochen

(Wien 7. Juli 2011): Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt das neue Ökostromgesetz, das gestern Abend zwischen SPÖ, ÖVP und den Grünen ausverhandelt wurde und heute zum Beschluss vorliegt. „Dieses Ökostromgesetz ist die Initialzündung zur Energiewende in Österreich! Nach Jahren des Stillstands gibt es nun endlich in Österreich eine tragfähige Basis für den Ausbau von Ökostrom. Und es ist Signal an alle umliegenden AKW-Betreiber, dass es in Österreich keinen Platz für ihren Atomstrom gibt,“ so Johannes Wahlmüller von GLOBAL 2000. „Wir freuen uns, dass sich diejenigen, die an eine Zukunft ohne Atomkraft glauben und sich für saubere Energieerzeugung einsetzen, schlussendlich durchgesetzt haben. Der Ausbau von Ökostrom in Österreich wird uns unseren Klimaschutzzielen näher bringen, Arbeitsplätze schaffen und uns unabhängiger von Energieimporten machen“, so Wahlmüller weiter. 

Konkret ist mit einer Erhöhung der Fördermittel auf 50 Millionen Euro nun auch in Österreich ein substantieller Ausbau von Ökostrom möglich. Gleichzeitig soll die lange Warteschlange, die sich durch unzureichende Förderbedingungen in der Vergangenheit gebildet hat, abgebaut werden. Dafür ist eine Einmalzahlung in Höhe von 80 Millionen Euro für Windenergie und 28 Millionen Euro für Photovoltaik vorgesehen. „Damit kann jetzt die untragbare Situation für tausende Öko-Pioniere endlich beendet werden“, so Wahlmüller. Positiv hervorzuheben ist auch, dass der Photovoltaik nun größerer Stellenwert eingeräumt wird. Bis dato hatte Österreich nicht einmal Ziele, die den Ausbau von Sonnenstrom betreffen, jetzt wird es ein fixes Kontingent von acht Millionen Euro geben, das auch hier große Sprünge zulässt. „Der Hoffnungsträger Solarenergie steht somit auch in Österreich in den Startlöchern und wird endlich aus dem Nischendasein hervorzutreten“, so Wahlmüller. 

Dieser Fortschritt beim Ökostromgesetz war nicht von Anfang an vorgezeichnet. Der erste Entwurf von Minister Mitterlehner war sogar ein großer Rückschritt und wurde deshalb heftig kritisiert. „Der Mitterlehner-Entwurf konnte aber zum Positiven gewendet werden. Das jetzige Gesetz ist ein großer Schritt vorwärts. Das stimmt uns zuversichtlich, dass es in Zukunft gelingen wird, die letzten Ängste und Vorbehalte abzubauen und die Förderdeckelung für Ökostrom gänzlich aufzuheben“, so Wahlmüller abschließend.

Kontakt:

Simonne Baur, Tel: 0699 14 2000 23, mailto: presse@global2000.at

Johannes Wahlmüller, Tel: 0699 14 2000 41