Begrüßenswerte Absichten und Ziele - Was fehlt: Forderung zur sofortige Abschaltung der Hochrisikoreaktoren

(Wien, 22. März 2011) Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt die im heutigen "Entschließungsantrag betreffend den raschest möglichen Ausstieg aus der Atomkraft" enthaltene Absicht, eine EURATOM Revisionskonferenz einzuberufen. Ebenso begrüßenswert ist, dass die Bundesregierung sich in Zukunft dafür einsetzen wird, dass das Effizienzziel der EU, die Energieeffizienz bis 2020 um 20 % zu steigern, endlich rechtlich verbindlich wird.

"Das Wesentliche aber, nämlich ein konkreter Fahrplan für den Atomausstieg, beginnend mit der Forderung nach Abschaltung der Hochrisikoreaktoren, fehlt", kritisiert Patricia Lorenz, Anti-Atom-Sprecherin vom GLOBAL 2000.

Die Entscheidungen für einen „Fahrplan für den endgültigen Atomausstieg“ an die Ergebnisse der geplanten Stresstests zu koppeln, kritisiert GLOBAL 2000 als bloßes Aufschieben. "Denn die gefährlichsten Reaktoren sind bereits jetzt bekannt, daran werden Stresstests nichts rütteln und Deutschland hat sieben dieser Hochrisikoreaktoren bereits abgeschaltet. Darüber hinaus hat die österreichische Bundesregierung noch keine Kriterien für die Stresstests vorgelegt", sagt Lorenz.

"Sinnlos ist zudem eine Umschichtung der nicht-nuklearen Energieforschung zugunsten Erneuerbaren, diese sollten gleich aus den EURATOM-Forschungsmittel umgewidmet werden" so Lorenz. GLOBAL 2000 fordert Bundeskanzler Faymann und die EU-Staatschefs auf, beim kommenden Frühjahrsgipfel am Donnerstag den Beschluss für die Abschaffung des Atomenerigefördervertrags zu fassen. Stattdessen soll ein Vertrag für die Förderung von erneuerbarer Energie aufgesetzt werden.

 

Link zum Kriterienkatalog für AKW-Stresstest

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