Wien, am 19. Februar 2013 - Das vom Lebensministerium geförderte Projekt "Schenk mir dein Problem" der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 richtet sich an Unternehmen, die sich im Umweltbereich weiterentwickeln möchten. „Zunächst versuchen wir gemeinsam herauszufinden in welchem Bereich eine Weiterentwicklung möglich ist, dann stellen wir ein Team von Studierenden zusammen, das im Laufe des Semsters eigenständige Lösungskonzepte für das Problem erarbeitet" erklärt Projektleiter Johannes Frauscher. Dabei werden sie in Form von drei Feedbackschleifen durch Rückmeldung und Tipps von ExpertInnen unterstützt. Mit Präsentation und Übergabe der Ergebnisse haben die Unternehmen dann die Möglichkeit das Problem zu lösen.

Nach der Testphase im Frühjahr 2013, machten sich Anfang November zwei Teams an die Arbeit: Johannes Auersperg von D.E.R Drink GmbH, kam mit dem Anliegen sein Anti-Hangover Getränk „Der Drink“, das derzeit in Alu-Dosen verkauft wird, möglichst ökologisch zu verpacken. Verglichen wurden Aluminiumdosen, Glasflaschen, PET und Karton. „Zunächst wurde zu jeder dieser Verpackungsmaterialien eine Ökobilanz erstellt - von der Gewinnung des Rohstoffes bis zum rezyklierten Produkt“, erklärt Madeleine Hofreiter das Vorgehen ihres Teams. Nachdem die beste Variante gefunden war, wurde in einem zweiten Schritt auch die Herstellungsfirmen selbst beleuchtet und etwaige Alternativen aufgezeigt. „Es sind alle sehr ehrgeizig und motiviert. Man braucht zwar relativ viel Zeit, aber wir machen es ja freiwillig. An der Uni lernt man nur Theorie, praktisch anwenden kannst man das Gelernte aber so gut wie nie,“ so Hofreiter.

„Ich mache das, weil ich es machen möchte“, stimmt Anna Rosa Vollmann zu, „ich studiere in diesem Bereich und will auch beruflich in die Richtung gehen, hier kann ich wertvolle Arbeitserfahrung sammeln.“ Ihr Team erstellte für „Baumann Glas“ in Bezug auf deren Wintergärten eine Lebenszyklusanalyse für die Materialien Holz und Aluminium, wobei auch Recycling-Alu als Alternative zum konventionellen Aluminium betrachtet wurde. Nach einem ersten Vergleich der Materialien anhand ökologischer und sozialer Kriterien, holte sich das Team in der Feedbackrunde noch ein paar Tipps zur Bearbeitung des Problems. „Wir wollen möglichst viele Informationen von den Zulieferfirmen bekommen uns dann auch überlegen, wie man den ökologischen Aspekt am besten an die Kunden weitervermittelt,“erklären die Teammitglieder Elena Schimanek und Lena Stolz.

„Im besten Fall bekommen die Unternehmen eine konkrete Lösung, die sie dann umsetzen können“, so Projektleiter Johannes Frauscher, „aber es ermöglicht auch eine Vernetzung für alle Beteiligten.“ "Schenk mir dein Problem" macht damit Umweltschutz in Kooperation und zum gegenseitigen Vorteil möglich, von nun an jedes Semester aufs Neue.

Mitte Februar sind die Teams mit ihren Arbeiten fertig und stellen die Ergebnisse und ihre Lösungsansätze den Unternehmen vor. Das Team rund um die Verpackung des Hangover Getränks D.E.R. Drink kam zu dem Ergebnis, dass Mehrweg-Glasflaschen ökologisch am sinnvollsten wären. Außerdem spielt auch die Farbe des Glases eine Rolle, passend zum Thema ist hier grün am nachhaltigsten. Für die Wintergärten der Firma Baumann erstellte das Team eine Liste mit Empfehlungen, die vor allem die Reduktion von Aluminium allgemein bzw. die Erhöhung des Sekundäraluminiumanteils und den Umstieg auf Holz aus der Nähe enthält.

Auch wenn mit den Ergebnissen noch nicht alle Fragen geklärt werden konnten, sind die Unternehmer von der Arbeit der StudentInnen begeistert. Nach einer anschließenden Diskussion hoffen sowohl Johannes Auersperg von D.E.R. Drink als auch Baumann Glas Chef Franz Baumann auf eine weitere Zusammenarbeit mit GLOBAL 2000 um die Ideen aus "Schenk mir Dein Problem" umzusetzen.

Bereits Anfang März startet ein neues Team in Sachen Nachhaltigkeit und wird mit Toni’s Freilandeiern zusammenarbeiten.

www.schenkmirdeinproblem.at

www.facebook.com/donthangover

www.baumann-glas.at