Freiwilliger Ausstieg jedoch reicht nicht - GLOBAL 2000 fordert Verbot von Fracking

Johannes Wahlmüller, Energiesprecher von GLOBAL 2000, freut sich: "Dass die OMV beschließt, die Schiefergasreserven nicht abzubauen, ist ein großer Sieg für das Weinviertel. Bürgerinitiativen und Umweltschutzorganisationen haben immer wieder auf die Gefahr, die mit diesem Abbau einhergeht, hingewiesen." GLOBAL 2000 hatte seit Bekanntwerden der Pläne der OMV sich vehement dagegen ausgesprochen.

Der freiwillige Ausstieg der OMV reicht GLOBAL 2000 jedoch noch nicht: "Ein überwiegender Teil der betroffenen Bevölkerung hat sich gegen den Abbau von Schiefergas ausgesprochen. Dass es der OMV derzeit nicht wirtschaftlich erscheint heißt nicht, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Solange es kein bundesweites Verbot von Schiefergasabbau gibt, besteht weiterhin die Gefahr, dass im Weinviertel Fracking eingesetzt wird", sagt Wahlmüller und betont zugleich: "Hier muss Minister Berlakovich zu seinem Wort stehen." Berlakovich hatte vergangenen November ganz klar betont, dass das Schiefergas in Österreich in der Erde bleiben solle - Fracking sei zu gefährlich. "Stattdessen soll die Politik Investitionen in thermische Sanierung vorantreiben und so den Gasverbrauch senken, Risikotechnologien können so einfach eingespart werden," betont Wahlmüller abschließend.