Online-Tool für das Verschicken von Stellungnahmen an die zuständigen Behörden - Protestmails an den tschechischen Außenminister

(Wien, 20. September 2010). Noch eine Woche liegen die Unterlagen zur Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für die Erweiterung des tschechischen Atomkraftwerks Temelín um zwei Blöcke bei den österreichischen Landesämtern auf. Möglichst viele besorgte Bürgerinnen und Bürger sollen eine Stellungnahme abgeben, damit der europaweite Widerstand gegen die Atomenergie sichtbar wird. Im Rahmen einer UVP muss die Behörde für die Beantwortung jeder Einwendung sorgen. „Auf der GLOBAL 2000-Homepage stellen wir eine vorbereitete Stellungnahme zur Verfügung, die mit wenigen Klicks an die zuständigen österreichischen Landesämter versendet werden kann. Die Landesämter sammeln diese Stellungnahmen und übermitteln sie über das österreichische Umweltministerium an Tschechien“, erklärt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. Mit einem zusätzlichen Online-Brief an Karel Schwarzenberg können die Österreicherinnen und Österreicher ihre Einwände auch direkt an den Außenminister Tschechiens richten.

Tschechien ist der größte Pro-Kopf-Stromexporteur Europas. „Die Erweiterung des AKW Temelin ist ein völlig unsinniges Risiko. Der gesamte im AKW Temelín erzeugte Strom wurde 2009 ins Ausland exportiert. Die versprochene Schließung der klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke war nur ein Lippenbekenntniss, bis heute wurde sie nicht durchgeführt“, empört sich Uhrig. Das Interesse liege wieder beim Ausbau der Hochrisikotechnologie Atomkraft, die erwiesenermaßen auch im Normalbetrieb Krebs verursache und deren Abfall auf Menschengedenken hinaus bewacht und gelagert werden müsse.

Link zur Online-Protestaktion:

 

Kontakt: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, E-Mail: presse@global2000.at