GLOBAL 2000: Recht auf saubere Luft muss Vorrang haben!

UmweltschützerInnen fordern rasche Umsetzung von Maßnahmen gegen Feinstaub.

Heute wird vom steirischen Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) ein runder Tisch zur Umweltzone in Graz abgehalten. Es geht hierbei um die Verringerung von Feinstaub. Er ist krebserregend, führt zu Atemwegserkrankungen und verringert laut einer Studie des Umweltbundesamtes die Lebenserwartung der BürgerInnen in Graz im Schnitt um elf Monate. Für GLOBAL 2000 ist daher klar: „Das Recht auf saubere Luft muss Vorrang haben! Die Gesundheit der BürgerInnen darf nicht länger aufs Spiel gesetzt werden, stattdessen muss die Politik endlich gegen die so gefährliche Luftverschmutzung vorgehen. Wir erwarten uns daher auch von Verkehrslandesrat Kurzmann, der sich bislang gegen eine Umweltzone in Graz stemmt, endlich ein Umdenken“, sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.

Die steirische Landeshauptstadt ist besonders von erhöhten Feinstaubwerten betroffen: Messungen des Umweltbundesamtes haben ergeben, dass die erlaubten 35 Grenzwertüberschreitungen pro Jahr bereits Anfang Mai in allen Grazer Messstationen nahezu ausgeschöpft sind: „Die Messwerte für Graz sind alarmierend. Die Politik muss bis zum Herbst wirksame Maßnahmen ergreifen, um für die Bevölkerung eine spürbare Entlastung zu erreichen. Sonst droht im kommenden Winter die nächste Feinstaubkrise“, warnt Wahlmüller.

GLOBAL 2000 ist vorsichtig optimistisch, weil wachsende Unterstützung der Politik sichtbar wird. Spät, aber doch hat Umweltminister Berlakovich jetzt die Rechtsgrundlagen für die Einführung von Umweltzonen geschaffen. Die sogenannte „Plakettenverordnung“ tritt mit 1. September in Kraft und ermöglicht es den Bundesländern, sinnvolle Verkehrsmaßnahmen zu ergreifen. „In vielen europäischen Städten schützen Umweltzonen die BürgerInnen längst vor Feinstaub, nur Österreich hinkt hinterher. Die österreichische Politik muss jetzt aufs Tempo drücken, um den Vorrang für saubere Luft auch hierzulande endlich durchzusetzen", erklärt Wahlmüller abschließend.