Wien, am 23. November 2015 - Nach den folgenschweren Ereignissen in Paris mussten die Großdemonstration am 29. November und die von GLOBAL 2000 mitgeplante Menschenkette für den Klimaschutz am 11. Dezember abgesagt werden. Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 ruft jetzt dazu auf, in Österreich für Frieden, Klimaschutz und Gerechtigkeit zu demonstrieren: „Es gilt hier und jetzt ein Zeichen für Frieden und Klimaschutz zu setzen. Zeigen wir, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und treten wir für eine Welt ein, in der Zusammenhalt und Demokratie stärker sind als Hass und Gewalt!“, betont Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000. Am 29. November findet eine Demonstration für Klimaschutz in Wien statt, die um 12:30 Uhr im Sigmund Freud Park startet und zum Parlament zieht. Kundgebungen für den Klimaschutz werden an diesem Tag weltweit stattfinden.

GLOBAL 2000 wird auch vor Ort bei der Klimakonferenz in Paris vertreten sein. Klimasprecher Johannes Wahlmüller wird täglich in seinem Blog unter www.global2000.at über die Fortschritte und aktuellen Ereignisse berichten und steht für Interviews und Anfragen unter seiner gewohnten Telefonnummer zur Verfügung. Johannes Wahlmüller verfolgt die internationalen Klimaverhandlungen bereits seit dem Jahr 2010 und hat somit den gesamten Werdegang der Verhandlungen mitverfolgt. Er wird auch dieses Jahr als Mitglied der offiziellen österreichischen Delegation vor Ort sein.

„Die feigen Terroranschläge werden die Stimmung bei der Klimakonferenz in Paris fundamental verändern. Die Zivilgesellschaft wird aber nicht verstummen, sondern weiterhin für Klimaschutz und Gerechtigkeit eintreten. Die Staats- und Regierungschefs sind in Paris umso mehr gefordert, aufzuzeigen, dass sie fähig sind, zusammenzuarbeiten und große Probleme lösen können. Nur mit einem fairen und ambitionierten Klimaschutzabkommen können die Grundlagen für eine friedliche Welt auch langfristig gelegt werden.“

Bei der Klimakonferenz in Paris soll ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll abgeschlossen werden, seit 2011 laufen dafür bereits intensive Vorbereitungen. Bis dato haben 147 Staaten, die zusammen für 86 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, Klimaschutzbeiträge genannt. Derzeit reichen diese Zusagen aber nicht aus, um die globale Erwärmung unter die international vereinbarte Marke von 2 °C zu halten. In Paris muss also auch ein Weg gefunden werden, die Ambitionen der einzelnen Länder zu erhöhen.