Neue Studien zeigen, dass Schiefergas eine schlechte Klimabilanz hat.

Wien (28. Februar 2012). Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 wendet sich weiter gegen den Abbau von Schiefergas im Weinviertel. Eine aktuelle Studie der Cornell University in den USA zeigt, dass beim Schiefergasabbau gewaltige Mengen Methan frei werden, die die Klimabilanz beträchtlich verschlechtern: Berücksichtigt man die Emissionen beim Abbau, dann ist Schiefergas ähnlich klimaschädlich wie Kohle und um 50 Prozent schädlicher als Öl. „Aus Klimaschutzgründen ist der Schiefergasabbau im Weinviertel nicht vertretbar“, sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energieexperte von GLOBAL 2000.

Die Erschließung von neuen Öl- und Gasvorkommen führt zu schweren Klimaproblemen. Laut Klimaforschung dürfen wir nur noch ein Viertel der uns zur Verfügung stehenden fossilen Ressourcen verbrennen. Nur dann kann es gelingen, den Klimawandel auf ein Niveau zu begrenzen, das die schlimmsten Folgen verhindert. „Erst vor kurzem haben sich alle Staats- und Regierungschefs der Welt darauf geeinigt, die globale Erwärmung noch einzudämmen. Das kann aber nur gelingen, wenn die Treibhausgasemissionen drastisch reduziert werden.“

Laut Klimaforschung kann die Atmosphäre maximal 1.000 Gigatonnen CO2 im Zeitraum von 2000 bis 2049 aufnehmen. Etwa ein Drittel dieses „Kohlenstoffbudgets“, das der Menschheit insgesamt zur Verfügung steht, wurde bis dato schon verbraucht. „Die Atmosphäre ist die Sondermülldeponie unseres Wirtschaftssystems, aber es gibt nur begrenzt Platz“, sagt Wahlmüller. GLOBAL 2000 appelliert daher an den internationalen Ölkonzern, endlich umzudenken. „Die OMV soll vermehrt in erneuerbare Technologien investieren, anstatt die rücksichtslose Zerstörung unseres Planeten voranzutreiben“, so Wahlmüller abschließend.

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Experte: Johannes Wahlmüller
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