UmweltschützerInnen sehen endlich aufkeimenden Schwung bei der Implementierung des Klimaschutzgesetzes

Wien (21.12.2012): Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt die heute in Begutachtung geschickte Gesetzesnovelle zum Klimaschutzgesetz: „Damit werden verbindliche Obergrenzen für einzelne Sektoren gesetzt, womit die zuständigen Ministerien und Länder jetzt klar in der Pflicht sind. Das ist ein Fortschritt zur jetzigen Situation, in der sich viele für Klimaschutz einfach nicht zuständig fühlen“, sagt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher der Umweltorganisation GLOBAL 2000.

Allerdings ist das nur ein erster Schritt zur Umsetzung, dem noch weitere Verbesserungen folgen müssen: „Sanktionsmechanismen bei Nicht-Einhaltung der Vorgaben und ein konkreter Maßnahmenplan zur Zielerreichung auf Basis inländischer Maßnahmen müssen jetzt noch folgen, dann kann Österreich optimistisch in die Zukunft blicken“, erklärt Wahlmüller weiter. Die Umweltorganisation wendet sich klar gegen ein Freikaufen durch derzeit sehr billige CO2-Zertifikate: „Wir wollen, dass sich die jetzt in die Pflicht genommenen Ministerien und Länder klar zu Klimaschutz im Inland bekennen und ein billiges Freikaufen dezidiert ausgeschlossen wird, nur so kommt Österreich wirklich im Klimaschutz voran“, betont der Klimasprecher abschließend. Derzeit erfüllt Österreich seine Klimaziele fast ausschließlich über den Zukauf von CO2-Zertifikaten.