PRESSEINFORMATION

„SOS Klima“ mobilisiert BürgerInnen für Klimaschutz, Vorarlberger Initiative geht mit gutem Beispiel voran.

Wien (25. Februar 2008) Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 stellt heute im Rahmen einer Pressekonferenz seine Klimaschutzkampagne vor. Ziel ist ein Klimaschutzgesetz im Verfassungsrang, das die kontinuierliche Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes gewährleistet. „Gemeinsam mit der Bevölkerung wollen wir einen Durchbruch schaffen: Klimaschutz muss als zentrale Aufgabe des Staates an höchster Stelle, in der österreichischen Bundesverfassung, verankert werden. Dadurch übernehmen alle gemeinsam die Verantwortung für Klimaschutz,“ erklärt GLOBAL 2000-Klimasprecherin Silva Herrmann den Ansatz der Kampagne. Auf der Plattform „SOS Klima“ wird GLOBAL 2000 in den nächsten Monaten gemeinsam mit der österreichischen Bevölkerung breite Unterstützung für ein Klimaschutzgesetz sammeln und auf positive Weise aufzeigen, wer in Österreich in Sachen Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnimmt.

Ein österreichisches Vorbild für die Kampagne ist die Vorarlberger Initiative für Klimaschutz in der Landesverfassung. Dort legten fünf BürgerInnen mit Unterstützung von zwölf Gemeinden dem Landesparlament einen Textvorschlag zur Aufnahme des Klimaschutzes in die Verfassung vor. Dieser wurde angenommen. Josef Mathis, Bürgermeister der Klimabündnisgemeinde Zwischenwasser und einer der fünf InitiatorInnen, sagt dazu: „Unser Erfolg zeigt, dass wir Bürger viel bewegen können. Die Verankerung von Klimaschutz in der Vorarlberger Landesverfassung ist eine hervorragende Basis. Jetzt brauchen wir aber noch Rückenwind von der Bundesebene. Ein Bundesverfassungsgesetz zum Klimaschutz ist für die regionale Umsetzung von Klimaschutz-Maßnahmen eine wichtige Unterstützung!“

Der Klimaforscher Dr. Herbert Formayer von der Universität für Bodenkultur untermauert die Wichtigkeit von konsequentem Klimaschutz für Österreich. „Der österreichische Alpenraum gehört zu jenen Regionen in Europa, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Die Temperaturerhöhung ist in den Alpen mehr als zwei mal so stark wie im globalen Durchschnitt. Die Schäden durch Überschwemmungen, Stürme, Dürreperioden und Waldbrände explodieren. Das kommt Österreich viel teurer als konsequenter Klimaschutz.“

Seit 1990 ist Österreichs Ausstoß an Treibhausgasen deutlich gestiegen und damit auch Österreichs Beitrag an der globalen Klimakrise. Es ist an der Zeit, dass Österreich seine Verantwortung im Klimaschutz wahrnimmt! In allen Bereichen müssen Klimaschutz-Maßnahmen dafür sorgen, dass jedes Jahr weniger Treibhausgase freigesetzt werden. Die kontinuierliche und planbare Reduzierung der heimischen Treibhausgas-Emissionen sichert außerdem Chancen auf Innovation, Arbeitsplätze und verringert die Abhängigkeit von Energieimporten.

„Die Österreicher wollen Klimaschutz, um ihren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Zukunft zu sichern. Die Bundesländer Vorarlberg und Niederösterreich haben mit der Verankerung des Klimaschutzes in ihrer Landesverfassung bereits wichtige politische Schritte gesetzt. Wir wenden uns daher an unsere gewählten Volksvertreter im Nationalrat: Folgen Sie dem Willen der Bevölkerung für echten Klimaschutz und entscheiden Sie für ein verbindliches Klimaschutzgesetz im Verfassungsrang“, appellieren Silva Herrmann und Josef Mathis abschließend.

SOS KLIMA! Mischen Sie sich ein! Werden Sie aktiv - www.sos-klima.at

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19 und Mag. Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, e-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Klima-Sprecherin: DI Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17