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SOS Klima: Bereits eine Viertelmillion Tonnen zuviel CO2 seit 1.1.2008!

Wien (11. Jänner 2008) Mit 1. Jänner 2008 hat die „Zielperiode für Kyoto“ begonnen. Ab nun darf Österreich bis zum Jahr 2012 durchschnittlich pro Jahr nur mehr 68,8 Millionen Tonnen an Treibhausgasen emittieren. Von diesem völkerrechtlich bindenden Klimaschutzziel ist Österreich tonnenweise entfernt. Die aktuell verfügbaren Daten weisen einen Jahresausstoß von mehr als 93 Millionen Tonnen Treibhausgase für Österreich aus.

Der Kyoto-Zähler zeigt auf, wie groß seit 1. Jänner 2008 die CO2-Reduktion sein müsste, wollte Umweltminister Pröll das Kyoto-Ziel noch erreichen. Der Kyoto-Zähler auf der Klimaschutz-Homepage www.sos.klima.at ist ein Alarmsignal für die Versäumnisse österreichischer Umweltpolitik. „Die Uhr tickt, die Zeit läuft uns davon. Österreich muss sich endlich seiner Verantwortung bewusst werden, als siebt reichstes Land der Welt den Klimawandel überproportional stark verursacht zu haben“, mahnt Silva Herrmann, Klimaexpertin von GLOBAL 2000.

Innerhalb von zwei Jahrzehnten den Ausstoß von Treibhausgasen um 13 Prozent zu reduzieren, wäre in den letzten Jahren mit moderaten Maßnahmen machbar gewesen. Doch statt kontinuierlich zu sinken, steigen die CO2-Emissionen durch die Untätigkeit der Politik in Österreich seit Jahren stark an. Deshalb müsste jetzt zur Erreichung des Kyoto-Ziels die Reduktion umso drastischer sein. „Der Kyoto-Zähler gibt jetzt schon eine Viertelmillion Tonnen zuviel CO2 an. Österreichs Umweltpolitik hat den Umstieg auf ein klimafreundliches und zukunftsfähiges Wirtschaften schlichtweg verschlafen“, resümiert Herrmann abschließend.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Klimasprecherin DI Silva Herrmann 0699/14 2000 17

GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl 0699/14 2000 19, Mag. Lydia Matzka-Saboi 0699/14 2000 26, presse@global2000.at