Vorstandsvorsitzender Haselsteiner übernimmt keine Verantwortung beim Bau von Hochrisiko-AKW

(Wien, 30. März 2011). Die Reaktoren Mochovce 3 & 4 sind vom sowjetischer Reaktortyp WWER 440/213, der kein Containment besitzt. Die fortwährende Raktorkatastrophe in den Reaktoren 1—4 im japanischen Fukushima zeigt, wie gefährdet Atomkraftwerke durch äußere Einflüsse sind. „Es braucht kein Erdbeben und keinen Tsunami: In Forsmark in Schweden fiel 2006 aufgrund eines Gewitters mit Blitzschlag die Stromversorgung aus, die Notstrom-Dieselgeneratoren versagten, die Elektrik sprang nicht an es kam beinahe zur Kernschmelze. Erst sieben Minuten vor der Katastrophe konnten die Systeme manuell gestartet werden“, warnt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. Im Falle einer Kernschmelze bei den Mochovce-Reaktoren hält die Uran- und Plutoniumschmelze nach dem Druckbehälter nichts mehr auf und die Katastrophe wäre unabwendbar. „Auch die Europäische Kommission hat das fehlende Containment der Reaktoren bemängelt, leider aber nicht das Projekt abgelehnt“, so Uhrig.

STRABAG-Bauauftrag sicherheitsrelevant

Laut Auskunft der STRABAG-Presseabteilung werden in Mochovce nicht etwa unrelevante Nebengebäude errichtet: „(...) unsere Tochter ZIPP Bratislava baut eine Turbinenhalle, Dieselgeneratorstation (…) und Elektroversorgungshalle. In diesen Sekundärgebäuden werden Turbinen, Generatoren und damit zusammenhängende Rohrleitungen montiert“. Was im Falle eines Versagens dieser Atomkraftwerks-Teile passiert, zeigt Fukushima. Nach der Fukushima-Katastrophe forderten die UmweltschützerInnen von GLOBAL 2000 die STRABAG auf, ihre Bautätigkeit zu beenden. Die Antwort der STRABAG: „Wir sehen es nicht als Teil unserer unternehmerischen Tätigkeit, den Bau von Kernkraftwerken zu verhindern.“ „Dr. Haselsteiner hat als LiF-Politiker immer die Eigenverantwortung der Wirtschaft vertreten. Jetzt muss er endlich Verantwortung zeigen – und seine Bautätigkeit in Mochovce stoppen!“, fordert Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000.

 

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