Dr. Haselsteiner im Interview mit GLOBAL 2000: „Kinderkrebs durch AKW-Normalbetrieb ist Totschlagargument“ - UmweltschützerInnen fordern verantwortliches Handeln von Unternehmen

(Wien, den 30. Juni 2010). Im Zuge ihrer Kampagne gegen das Atomkraftwerk Mochovce konfrontiert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 den Vorstandsvorsitzenden der STRABAG, Dr. Hans Peter Haselsteiner, mit wissenschaftlichen Argumenten gegen Atomkraft. Die STRABAG beteiligt sich am Ausbau von Mochovce 3 & 4.

Kinderkrebs verursacht durch den Normalbetrieb von Atomkraftwerken: Wie eine Studie des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz belegt, erkranken alleine in Deutschland zwei Kinder pro Jahr nur deswegen, weil sie in der Nähe eines Atomkraftwerkes wohnen. Für Hans Peter Haselsteiner ist dies ein Totschlagargument gegen die Atomkraft. Jegliche Verantwortung für die Folgen der Atomenergie durch eine Baubeteiligung der STRABAG lehnt Haselsteiner ab (siehe Audio-Datei des Interviews):  Seien es Abgase aus Autobahntunnels, Lärm von Autobahnen, CO2 aus Braunkohlekraftwerken oder eben Strahlung aus Atomkraftwerken, die die STRABAG baut, Haselsteiner sieht die Verantwortung bei Nicht-Regierungsorganisationen und der Opposition. Diese sollten die Politik so beeinflussen, dass solche Geschäfte verboten werden. Solange sie legal sind, wird die STRABAG sich um diese weiterhin bewerben.

„Haselsteiner macht es sich als Unternehmer leicht, indem er eigene Verantwortung abstreitet und demokratische Mehrheiten und Nichtregierungsorganisationen für zuständig erklärt“, sagt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000. „Haselsteiner argumentiert schizophren: Privat ist er gegen Atomkraftwerke, als Unternehmer baut er diese gerne.

GLOBAL 2000-Appell

GLOBAL 2000 appelliert daher nochmals an Haselsteiner und die STRABAG, den Bauauftrag am Atomkraftwerk Mochovce zu stornieren. Es gibt eine persönliche Verantwortung. Auch UnternehmerInnen sollten die Gesellschaft positiv beeinflussen.

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Audioclip des Gesprächs mit Haselsteiner:

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Ungekürzter Audioclip des Gesprächs mit Haselsteiner