PRESSEINFORMATION

Österreich darf Treibhausgas-Emissionen nach 2010 wieder steigern

Wien (23. Jänner 2008). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 zeigt sich
entsetzt über die Pläne der EU-Kommission zum Klimaschutz in
Österreich: "Die EU erlaubt Österreich damit, seine Treibhausgas-Emissionen nach 2010 wieder zu steigern. Dieser Freibrief ist der Todesstoß für die
österreichische Klimaschutzpolitik. Das Versagen der österreichischen
Klimapolitik wird so im Nachhinein legitimiert", so Silva Herrmann,
Klima- und Energiesprecherin von GLOBAL 2000.

Österreich muss bis 2010 seine Treibhausgas-Emissionen um 13 Prozent
gegenüber 1990 verringern. Bis 2005 sind aber die Emissionen bereits
um dramatische 18 Prozent gestiegen. Die EU schlägt nun eine
Reduktion um 16 Prozent gegenüber 2005 vor, geht also von einem viel
höheren Wert aus. Zusammen mit den Reduktionsvorgaben für die
Industrie bedeutet das, dass Österreich bis 2020 die Emissionen
wieder auf das Niveau von 1990 ansteigen lassen darf.

"Die EU bleibt mit einer Reduktionsvorgabe von 20 Prozent nicht nur
hinter notwendigem Klimaschutz zurück, sondern auch hinter den
bereits bei der Klimakonferenz in Bali 2007 getroffenen
Vereinbarungen. So verspielt die EU die Chance, Kanada, Japan oder
die USA zu ambitioniertem Klimaschutz zu bringen", bilanziert Silva
Herrmann.

Rückfragehinweis:
GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl 0699/14 2000 19, Lydia Matzka-Saboi 0699/14 2000 26, presse@global2000.at

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, 0699/14 2000 19, Lydia Matzka-Saboi, 0699/14 2000 26, presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Klimasprecherin: Silva Herrmann, 0699/14 2000 17