UN-Vorverhandlungen zur Zukunft des globalen Klimaschutzes ohne Fortschritte – Industrieländer warten auf USA

Wien (11. Juni 2010). In Bonn gehen heute nach knapp zwei Wochen die Vorverhandlungen für den Weltklimagipfel im Dezember im mexikanischen Cancun zu Ende. „Die PolitikerInnen haben offenkundig den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Anstatt endlich die wissenschaftlich unstrittigen Maßnahmen zu beschließen, spielen sie Beamtenmikado und warten darauf, wer sich zuerst bewegt“, empört sich Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Obwohl die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls bereits in zwei Jahren endet, gibt es nach bisherigem Verhandlungsstand keine neuen Ziele für die Zeit danach. „Das Schreckgespenst des Wettbewerbsnachteils für jene, die den Klimaschutz vorantreiben, hat in Bonn jeglichen Fortschritt blockiert. Dabei sollte längst klar sein, dass der Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz der Wirtschaft und den Menschen nützt. Wenn sich die Erdatmosphäre bis zum Ende diesen Jahrhunderts wie befürchtet um bis zu vier Grad erwärmt, wird es weit mehr Kosten verursachen, sich den dramatischen Klimafolgen anzupassen“, so Karg.

„Anstatt den Ball aufzunehmen und die Mängel am Kyoto-Protokoll zu beseitigen und die Verhandlungen voranzutreiben prolongiert die Kyoto-Arbeitsgruppe Stillstand. Bis zum nächsten Klimagipfel in Mexiko bleiben nur noch zwei Verhandlungswochen. Es ist höchste Zeit zum Handeln“, so Karg abschließend.

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