Wien, 11. Juli 2013: Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich hatte am heutigen Donnerstag VertreterInnen aus Saatgutwirtschaft, NGOs, Handel, Landwirtschaft und AGES zu einer „Saatgut-Enquete“ geladen. Die Enquete sei der Startschuss für den geplanten Saatgut-Dialog, bei dem sich in regelmäßigen Abständen alle Beteiligten treffen sollen.

Die NGOs ARCHE NOAH und GLOBAL 2000 begrüßen den Vorstoß des Ministers zum Saatgut-Dialog: „Der Landwirtschaftsminister hat Initiative ergriffen, um Österreich als Vorreiter der Vielfalt zu positionieren. Das ist aber erst ein erster Schritt auf einem langen Weg. Nun muss der Minister beweisen, dass er es ernst meint und Allianzen pro Vielfalt auf dem Brüsseler Parkett schmieden. Auch in Deutschland hat der Saatgut-Skandal eine breite Welle der Empörung ausgelöst. Die Politik pro Vielfalt muss auch nach der Wahl in Österreich und anderen EU-Ländern fortgeführt werden“, sagt Iga Niznik, Referentin bei der ARCHE NOAH.

Heidemarie Porstner von GLOBAL 2000 pflichtet bei: „Der einstimmig angenommene Antrag seitens des EU-Unterausschusses hat bereits ein klares Zeichen für die Erhaltung von alten und seltenen Sorten gesetzt. Es ist sehr wichtig, dass es auf Basis dieses Antrages eine ehrliche Auseinandersetzung mit der EU-Saatgutverordnung gibt. Wem nutzt diese Verordnung wirklich? Diese Frage muss weiterhin offen diskutiert werden – dass Minister Berlakovich, der sich durch seine Unterschrift unserer Petition „Freiheit für die Vielfalt“ bereits offen positioniert hat, nun unter Einbeziehung aller eine Position erarbeiten will, sehen wir positiv.“