Wien, am 09.01.2014 - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt, dass sich in der heutigen Abstimmung der EU-Umwelt- und Industrieausschuss für drei verbindliche Ziele bis 2030 ausgesprochen hat. Klimasprecher Johannes Wahlmüller: "Das ist ein klares Signal für wirksamen Klimaschutz in der EU und eine Absage an die Atomindustrie. Wir brauchen sowohl ambitionierte Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen als auch Ausbauziele für erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz."

Einig ist man sich auf EU-Ebene, dass es bis 2030 ein Ziel für die Verringerung von Treibhausgasen geben soll. Dieses Ziel soll bereits nächstes Jahr in den Verhandlungen um ein Weltklimaabkommen eingebracht werden. Umstritten ist vor allem, ob es wie bei den Zielen bis 2020 wieder ein Ausbauziel für erneuerbare Energie und die Steigerung der Energieeffizienz geben soll. Vor allem Großbritannien spricht sich gegen verbindliche Ausbau-Ziele für erneuerbare Energie aus. "Für den europaweiten Atomausstieg sind verbindliche Ausbauziele für erneuerbare Energie notwendig. Deshalb ist es positiv, dass sich Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner im Namen der österreichischen Regierung mit sieben weiteren Staaten für die Ausbauziele für erneuerbare Energie ausgesprochen hat. Jetzt muss die österreichische Regierung zusammen mit diesen Partnern aber den Druck auf die Kommission erhöhen", so Wahlmüller weiter.