GLOBAL 2000 schaltet wegen Lobau-Autobahn internationale Nationalparkbehörde IUCN ein

Wien (30. März 2009). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat wegen der geplanten Lobau-Autobahn der internationalen Nationalparkbehörde IUCN (International Union for Conservation of Nature) eine Projektdokumentation übermittelt. Damit reagiert GLOBAL 2000 auf die Einreichung der sogenannten Umweltverträglichkeitserklärung zum Projekt der Schnellstraße S1 (Abschnitt Schwechat – Süßenbrunn) beim Verkehrsministerium. „Wir haben die IUCN ersucht, das umstrittene Straßenbau-Projekt kritisch zu prüfen und zu untersuchen, ob eine Untertunnelung in einem Nationalpark der Kategorie II zulässig ist. Weiters haben wir angefragt, ob der geplante Straßenbau zu einer Aberkennung des Nationalparkstatus für die Lobau führen kann,“ so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

Für GLOBAL 2000 verstößt die Lobau-Autobahn in mindestens zwei Belangen gegen das im österreichischen Nationalparkgesetz verankerten „Verschlechterungsverbot”: Die in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark geplanten Abluftschlote werden – abhängig von der Windrichtung - die Luftqualität im Nationalpark beeinträchtigen. Weiters wird das Auftauchen der Tunnel am Nordende den Wasserhaushalt im Bereich des Großenzersdorfer Armes stören, da der Tunnel als Stauer im quartären Grundwasserkörper wirken kann. „Wien ist anders: Jede andere Großstadt wäre stolz auf ihren Nationalpark und würde alles unternehmen, um diesen zu schützen. Es ist grob fahrlässig den Nationalparkstatus der Lobau wegen eines unnötigen und teuren Straßentunnelprojektes zu gefährden,” so Högelsberger.

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GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19 und Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30-18, E-Mail: heinz.hoegelsberger@global2000.at