BM Berlakovich muss Umsetzung der Ratsschlussfolgerungen einfordern, Gentech-Freiheit muss rechtlich abgesichert werden

(Wien, 28. Juni 2010). Morgen im EU-Landwirtschaftsministerrat wird die Kommission vorstellen, wie sie künftig den Anbau von Gentechpflanzen neu ordnen will. "Die uns vorliegenden Dokumente sind eine reine Mogelpackung. Von dem Versprechen, den Mitgliedstaaten das Verbot von Gentechpflanzen künftig frei zustellen, ist nichts geblieben. Und für diesen Papiertiger will die Kommission im Gegenzug eine beschleunigte Zulassung der Gentechpflanzen. Minister Berlakovich muss hier klare Worte finden und diesen Anschlag auf unsere heimische Landwirtschaft abwenden", empört sich Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Die UmweltschützerInnen fordern die Empfehlungen des Umweltminsiterrates vom Dezember 2008 endlich umzusetzen und die Risikobewertung von Gentech-Konstrukten auf eine solide Basis zu stellen. "Nationale Gentech-Verbote wären natürlich ein Schritt in die richtige Richtung, aber was hier vorliegt ist ein reines Tarnen und Täuschen. Anstatt die gravierenden Mängel im Zulassungsverfahren auszuräumen, soll dieses beschleunigt werden. Die EU-Kommission muss endlich ihre Hausaufgaben machen und das Recht auf gentechfreie Landwirtschaft verbindlich festschreiben. Bis dahin, darf es keine weiteren Zulassungen geben", so Karg.

Kontakt:  Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: presse@global2000.at