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BM Pröll verweigert Herausgabe von Stickoxid-Studien – Hohe Ozonwerte gefährden weiter die Gesundheit

Wien (17. Juli 2007). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 warnt vor anhaltend hoher Ozonbelastung der Luft und macht dafür – neben dem heißen Wetter – die Inaktivität von Umweltminister Josef Pröll verantwortlich. Vergangenen Sonntag wurde mit einem Einstundenmittelwert von mehr als 240 µg Ozon pro Kubikmeter Luft in Ostösterreich sogar die Alarmstufe erreicht. Seither wird täglich in Österreich die Informationsschwelle von 180 µg/Kubikmeter überschritten. „Hier rächt sich das Versäumnis von Umweltminister Pröll, zu wenig gegen die Ozon-Vorläufersubstanzen der Stickoxide getan zu haben“, so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

GLOBAL 2000 ortet hier einen zweifachen Skandal: „Minister Pröll liegen seit mehreren Jahren Studien vor, die aufzeigen, mit welchen Verkehrsmaßnahmen dem Umweltgift Stickoxid beizukommen ist. Keine der empfohlenen Maßnahmen wurde bislang umgesetzt“, klagt Högelsberger. Der zweite Skandal liegt in der gesetzeswidrigen Geheimniskrämerei um diese Studien. So hat GLOBAL 2000 unter Berufung auf das Umweltinformationsgesetz die Herausgabe dieser Studien beantragt. Dies wurde vom Ministerium mit der Ausrede, die Arbeiten dazu seien noch nicht abgeschlossen, verweigert. „Dass Minister Pröll einen Endbericht aus dem Jahr 2003 als nicht abgeschlossen bezeichnen lässt, um die Herausgabe zu verhindern, ist ein glatter Gesetzesbruch. Statt brisante – und mit Steuergeldern finanzierte - Studien in der Schublade wegzusperren, sollte er endlich Maßnahmen zur Stickoxid-Reduktion umsetzen. Aufgrund der hohen Ozonwerte in den nächsten Tagen kann es zu Todes- und Krankheitsfällen innerhalb der österreichischen Bevölkerung kommen“, befürchtet Högelsberger, „diese wären allerdings verhinderbar!“

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka 0699/14 2000 26, mailto:lydia.matzka@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehsrexperte: Heinz Högelsberger 01/812 57 30-38