UmweltschützerInnen fordern von BM Berlakovich konkrete Taten statt reiner PR

(Wien, 24. November 2010). Anlässlich der heute in der Wiener Staatsoper stattfindenden „Vielfalt Leben-Gala“ zum Schutz bedrohter Tierarten, fordert die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 konkrete Taten zum Schutz der Bienen. „ Als der Minister im Rahmen der Kampagne “Vielfalt Leben“ publikumswirksam einen Bienenstock auf der Staatsoper aufstellen ließ, sagte er, er wolle Bewusstsein für die fleissigen aber auch gefährdeten Insekten schaffen. Das Bewusstsein für das Bienenproblem allein, reicht aber nicht aus: Die Bienen brauchen dringend konkrete Taten. Nur ein Verbot der betreffenden Maisbeizmittel wird ein erneutes massives Bienensterben im kommenden Jahr verhindern“, so Werner Müller, Imker und Bienenexperte von GLOBAL 2000.

2010 war bereits das dritte Jahr in Folge, in dem zahlreiche Bienenvölker nachweislich durch Maizbeizmittel vergiftet wurden. Im Gegensatz zu Italien und Deutschland ist das Maisbeizmittel Clothianidin in Österreich aber immer noch erlaubt.

„Die Strategie der leeren Worte des Ministers ist fatal für viele Bienen und ImkerInnen. Noch immer werden die durch die Behörden erhoben Daten zum diesjährigen Bienensterben unter Verschluss gehalten.Noch immer haben die ImkerInnen keine faire Entschädigung erhalten. Und noch immer ist das gefährliche Maisbeizmittel Clothianidin in Österreich erlaubt. Es liegt in der Verantwortung von Minister Berlakovich, das zu ändern und den schönen Worten nun endlich konkrete Handlungen folgen zu lassen“, so Müller abschließend.

Zu den Interviews mit betroffenen Imkern

Kontakt:

Jens Karg, Tel.: 0699 14 2000 20 Simonne Baur, Tel.: 0699 14 2000 23 presse@global2000.at