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Nach erstem „Nein“ aus Strassburg ist Österreich gefordert, seine Politik dringend zu überdenken.

Wien/Strassburg (8. Juli 2008). Nachdem sich der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments gestern für eine Verringerung des geplanten Agrotreibstoff-Beimischungsziels ausgesprochen hat, fordert die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die heimische Politik, so lange sie noch im Amt ist, zum Handeln auf. Lisa Kernegger, Regenwaldexpertin von GLOBAL 2000: „BM Pröll muss nun endlich einsehen, dass Agrotreibstoffe keine Lösung sind! Um effektiven Klimaschutz zu betreiben, müssen andere Lösungen vor allem im Verkehrsbereich herangezogen werden!“

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments stimmte gestern Abend in Strassburg für eine Reduzierung des ursprünglich geplanten Agrosprit-Anteils am Treibstoff von zehn Prozent bis 2020 auf vier Prozent bis 2015. Selbst dieses Beimischungziel soll einer breiten Evaluierung unterzogen werden. GLOBAL 2000 begrüßt die Einsicht der EU -Abgeordneten, dass Agrotreibstoffe mehr Probleme aufwerfen als sie lösen. „Nun muss auch Minister Pröll endlich aufwachen und anerkennen, dass es sowohl eine humane als auch ökologische Katastrophe ist, Agrarprodukte nicht als Nahrung sondern zur Fortbewegung zu nützen. Agrotreibstoffe sind keine Lösung für unsere Energie- und Klimaprobleme und es ist höchste Zeit, Lösungen zu entwickeln, die Treibhausgase einsparen, ohne dabei die Nahrungsversorgung, Urwälder und die Biodiversität weltweit zu bedrohen“, so Kernegger abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Regenwaldexpertin: Lisa Kernegger, Tel.: 0699/14 2000 22