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Förderung innovativer Verkehrssysteme statt künstlicher Absatzankurbelung


Wien (8. Jänner 2009) Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 sieht die derzeitige Krise der Autoindustrie als Chance, um die Mobilität dauerhaft zu ökologisieren. Deshalb sollten mehr Förderungen für den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und zur Entwicklung innovativer Verkehrssysteme bereitgestellt werden. Daher spricht sich GLOBAL 2000 gegen Vorschläge aus, mittels Steuergeldern den Absatz von konventionellen Autos in Österreich künstlich anzukurbeln. „Die Autoindustrie wird für ihre langjährigen Versäumnisse in Bezug auf Energie-Effizienz und alternative Antriebsarten abgestraft. Dafür dürfen nicht die SteuerzahlerInnen haftbar gemacht werden und Pseudo-Aktionismus wie Verschrottungsprämien oder Aussetzung der NOVA sind abzulehnen", so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

Im Sinne des Klimaschutzes plädiert die Umweltschutzorganisation dafür, Arbeitsplätze durch die Entwicklung zukunftsfähiger Mobiltätstechnologien zu schaffen bzw. zu sichern. „Statt den Status Quo krampfhaft erhalten zu wollen, könnte ein gezielter Innovationsschub zu einem langfristigen Wettbewerbs- und Standortvorteil werden. Intelligente Mobilitätskonzepte und neue Antriebstechnologien werden den konventionellen PKW-Verkehr ablösen; und zwar aus Gründen des Klimaschutzes, der Energiekosten und der Versorgungssicherheit. Bei diesen Entwicklungen zu den Ersten zu gehören, könnte eine neue Aufgabe der österreichischen Zulieferindustrie sein", ist Högelsberger überzeugt.

Bei der momentanen Verkehrs- und Arbeitsplatzpolitik der neuen Regierung kann GLOBAL 2000 noch keine zukunftsfähigen Konzepte erkennen. So will man für den beschleunigten Autobahn- und Schnellstraßenbau mehr als acht Milliarden Euro bereitstellen. Die Regierung hält auch weiter am unverminderten Wachstum des Flugverkehrs fest, wie das Bekenntnis zur 3. Startbahn in Wien-Schwechat aber auch die Abgabe der AUA an die Lufthansa, zeigen. Diese Transaktion wird die SteuerzahlerInnen mindestens 650 Millionen Euro kosten.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Mag. Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Verkehrsexperte: Dr. Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30 18