PRESSEINFORMATION

GLOBAL 2000 rät zum Kauf von Bio- und Fairtrade-Produkten.

Wien (30. Oktober 2008). Wer bewusst einkaufen will, ist auf verlässliche und glaubwürdige Informationen angewiesen. Doch die (Über-)Fülle des Angebots lässt heute keine schnelle Orientierung mehr zu. Auf der Suche nach Anhaltspunkten für die Qualität von Produkten, z.B. hinsichtlich ihrer ökologischen und gesundheitlichen Unbedenklichkeit, können Produktlabel eine wichtige Hilfestellung beim Einkauf sein. Sie sind für einen Teil der KonsumentInnen wichtige Marktinformationsinstrumente.
Die Menge der bestehenden Label kann aber auch zu Verunsicherungen und Täuschungen der KonsumentInnen führen. „Bio-Lebensmittel sind mit Sicherheit eine gute Wahl! Wenn sie dann auch noch saisonal sind und aus der Region stammen, dann darf man getrost von einem umweltschonenden Produkt ausgehen“, so Jens Karg, Landwirtschaftssprecher der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Wer auf den Kauf von Produkten aus fernen Regionen wie Kaffee, Kakao, Tee oder Bananen, nicht verzichten will, dem empfehlen die UmweltschützerInnen zusätzlich auf das Fairtrade-Label zu achten. Das Fairtrade-Siegel garantiert ProduzentInnen für die Rohstoffe faire Preise, unabhängig von den Weltmarktpreisen. So kann eigenverantwortlich gewirtschaftet werden und die Menschen in den so genannten Entwicklungsländern können ihre Existenz weitgehend sichern und soziale Mindeststandards in punkto Gesundheit und Bildung erreichen. „Am Beispiel der Bananenproduktion lassen sich umweltpolitische und soziale Verantwortung deutlich aufzeigen. Konventionelle Bananen sind Spitzenreiter beim Pestizideinsatz und schädigen Menschen und Umwelt“, berichtet Jens Karg. Rund fünfzig Kilogramm Pestizide werden jährlich pro Hektar in konventionellen Bananenplantagen gespritzt. „Damit sind konventionell erzeugte Bananen die Pestizid-Weltmeister der Lebensmittelproduktion. Deshalb sind Initiativen wie Fairtrade so wichtig, denn nur biologisch erzeugte und fair gehandelte Bananen sind eine ökologische und sozial verträgliche Alternative“, so Karg. Die biologische Bananenproduktion kommt ohne giftige Chemikalien aus und ermöglicht dadurch den Erhalt einer beachtlichen Artenvielfalt in den Anbaugebieten sowie den Schutz der Gesundheit der Menschen.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail.: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Landwirtschaftssprecher: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: jens.karg@global2000.at