Wien, am 03. November 2014 – Gestern wurde der Synthese-Bericht des Weltklimarates präsentiert. Er beinhaltet eine Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse der drei vorangegangenen Teilberichte und stellt damit den Abschluss des neuen Sachstandsberichtes dar. GLOBAL 2000 fordert jetzt von Österreich seinen fairen Beitrag zum internationalen Klimaschutz ein: „Der Klimawandel ist real und wird drastische Konsequenzen haben, wenn nicht entschlossener gehandelt wird. Österreich muss jetzt seinen fairen Beitrag zur Vermeidung einer globalen Klimakrise leisten und soll zum Vorbild für andere Länder werden“, sagt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000. „Das kann aber nur gelingen, wenn Österreich Klimaschutz im Inland glaubwürdig verfolgt und seinen fairen Beitrag zur Unterstützung von Entwicklungsländern leistet, die jetzt schon von den Folgen massiv betroffen sind“, so Wahlmüller weiter.

Fairen Beitrag für „Green Climate Fund“ leisten
Für einen Erfolg der internationalen Klimaverhandlungen, die demnächst in Lima in die nächste Runde gehen, ist entscheidend, dass die Industriestaaten zu ihren Zusagen stehen und Entwicklungsländer in ihrem Kampf gegen den Klimawandel ausreichend unterstützen: „Menschen in Entwicklungsländern, die jetzt schon von den Folgen der Klimakrise hart betroffen sind, erwarten unsere Unterstützung. Wir sehen hier sowohl Finanzminister Schelling als auch Umweltminister Rupprechter in der Pflicht, die Verhandlungen voranzutreiben, damit Österreich bis zur Konferenz in Lima seinen fairen Beitrag beziffern wird. Für den Erfolg der Klimaverhandlungen ist es entscheidend, dass die entwickelten Industrienationen ihre Verantwortung wahrnehmen und sich als glaubwürdige Partner von Entwicklungsländern präsentieren“, betont Wahlmüller. Als erstes Land hat Deutschland angekündigt, 750 Mio. EUR in den „Green Climate Fund“, der zur Unterstützung von Entwicklungsländern geschaffen wurde, einzuzahlen. GLOBAL 2000 sieht einen Beitrag von mindestens 80 bis 100 Mio. EUR für Österreich als angemessen.

Klimaschutz im Inland forcieren
Es braucht aber auch ein Maßnahmenpaket für Klimaschutz im Inland. Wie der zuletzt veröffentlichte Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigte, ist Österreich noch nicht auf Zielkurs, was die 2020-Ziele der EU betrifft. „Österreich kann auf internationaler Ebene nur glaubwürdig auftreten, wenn es seine Hausaufgaben im eigenen Land macht. Die Bundesregierung muss rasch ein Maßnahmenpaket schnüren, das sicherstellt, dass Österreich die 2020-Ziele erfüllt, ohne sich wieder mit CO2-Zertifikaten freizukaufen“, so Wahlmüller abschließend.