Sonderzüge könnten Tauernautobahn entlasten und tausend Tonnen CO2 einsparen

Wien (17. Juli 2009). Anlässlich des angekündigten Megastau-Wochenendes auf der Tauern-Autobahn (A10) regt die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 eine internationale Initiative zur Verlagerung der Urlauberströme auf die Schiene an. „Es ist völlig widersinnig, dass sich Tausende UrlauberInnen mit dem eigenen Auto über die Tauern-Autobahn quälen, wenn sie sich dann ohnehin stationär am selben Badeort an der Adria aufhalten. Da wäre es ökologischer, kostengünstiger und bequemer, mit speziellen Sonderzügen anzureisen. Die Politik müsste initiativ werden, um die Bahngesellschaften von Österreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden auf solch ein Gemeinschaftsprojekt einzuschwören", schlägt Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000 vor.

Jeder dieser Sonderzüge könnte rund 200 Pkws ersetzen. Laut Statistik der ASFINAG sind an einem durchschnittlichen Juli-Samstag auf der Tauernscheitelstrecke rund 35.000 Fahrzeuge unterwegs. „Allein ein Dutzend Sonderzüge pro Richtung könnten gut 15 Prozent dieses Verkehrs aufnehmen. Die CO2-Einsparung durch die Verlagerung auf die Schiene würde bei rund tausend Tonnen pro Wochenende liegen“ rechnet Högelsberger vor. Diese Züge müssten preisgünstig sein und abgestimmte Anschlussbusse direkt zu den Hotels haben. Doch statt solche Ideen umzusetzen, baut man - so die Kritik von GLOBAL 2000 - lieber die Tauernautobahn weiter aus. „In Zeiten der globalen Klimakrise ist eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik gefragt. Wir müssen langfristig unsere Mobilisationsverhalten ökologischer gestalten“, so Högelsberger abschließend.

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Doris Rauh, Tel.: 0699/14 2000 19 und Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30-18, E-Mail: heinz.hoegelsberger@global2000.at