Öffnung der Milchquote und Exportsubventionen führen zu dramatischem Bauernsterben - UmweltschützerInnen fordern eine soziale und ökologische Milchpolitik.

Wien (23. Juli 2009). Anlässlich des gestern von EU-Agrarkommissarin Fischer Boel vorgestelltem Milchbericht fordert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 eine drastische Kehrtwende in der EU-Milchpolitik."Dieser Bericht ist ein Offenbarungseid für eine gescheiterte Marktstrategie der Union. Die Milchpreise sind im Keller und die Bauern in ihrer Existenz bedroht. Wenn wir die Leistungen der klein strukturierten Landwirtschaft für die Zukunft Österreichs erhalten wollen, dann brauchen wir eine soziale und ökologische Milchpolitik und diese beinhaltet stabile und gerechte Preise“, so Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation. Die Erhöhung der Milchquote war definitiv ein Fehler, sie habe einen Milchsee erzeugt, indem nun die Bauern zu ertrinken drohen, so die UmweltschützerInnen. Die Exportförderung habe die Produktion weiter angeheizt und das Bauernsterben in den Ländern des Südens verstärkt. „Eine vorausblickende Politik sieht anders aus“, so Karg.

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Doris Rauh, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at