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Aktuelle Studie zeigt: Tempo 80/110 vermeidet 1,5 Millionen Tonnen CO2 – GLOBAL 2000 fordert rasches Handeln beim Verkehr!

 

Wien (9. Mai 2007). Der Verkehr ist jener Sektor in Österreich mit den höchsten CO2-Emissionen. „Klimaschutz ist folglich nur dann möglich, wenn es auch beim Verkehr zu einer merkbaren Reduktion von Treibhausgasen kommt“, ist Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 überzeugt. „Der Handlungsdruck im Klimaschutz steigt und Österreich darf nicht weiter tatenlos zusehen, sondern muss rasch effiziente Klimaschutzmaßnahmen vor allem im Verkehrssektor umsetzen!“ Aus diesem Anlass präsentiert GLOBAL 2000 heute im Rahmen einer Pressekonferenz die aktuelle Studie „Umweltentlastung durch Temporeduktion“, die im Auftrag von GLOBAL 2000 von Energiekonsulent Stefan Moidl erstellt wurde. Darin weist Moidl nach, dass ein konsequentes Tempolimit von 110 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen zu einer Ersparnis von rund 650 Millionen Liter Treibstoff und 1,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr führt. „Allein die einfachste Maßnahme einer Temporeduktion würde erstmals zu einem Absinken der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich führen. Diese Klimaschutzmaßnahme könnte rasch und billig umgesetzt werden. Eine echte Trendwende in der Verkehrspolitik ist längst überfällig und daher der nächste logische Schritt,“ so Högelsberger.

Studienautor Moidl weist auf die positiven Effekte der Geschwindigkeitsbegrenzungen hin: „Wir gehen aufgrund von Tempo 80/110 von rund 10 Prozent Einsparungen an CO2-Emissionen aus. Noch stärker sind allerdings die Effekte bei der Reduktion von Stickoxiden und Feinstaub.“ Darüber hinaus haben Temporeduktionen eine Reihe von zusätzlichen positiven Wirkungen. Högelsberger dazu: „Der Öffentliche Verkehr wird dadurch konkurrenzfähiger, Unfälle und die daraus resultierenden Folgen werden deutlich verringert. Damit verbunden reduziert sich auch das menschliche Leid und die volkswirtschaftlichen Unfallkosten. All diese Vorteile wiegen die relativ geringen Fahrzeitverlängerungen der AutofahrerInnen bei weitem auf.“ Zum Beispiel würde ein Autofahrer auf der Strecke Wien-Eisenstadt bei einer Geschwindigkeitsreduktion von 130 km/h auf 110 km/h nur drei Minuten länger fahren. Die aufgrund der Temporeduktion erzielbaren CO2-Einsparungen würden rund ein Drittel der nach der Klimastrategie 2007 erforderlichen Verringerung des Ausstoßes an Treibhausgasen im Verkehrssektor bringen.

„Daher appelliert GLOBAL 2000 an Bundeskanzler Gusenbauer und Verkehrsminister Faymann, der erst kürzlich den 160 km/h-Spuk auf der Kärntner Tauernautobahn beendet hat, unseren Vorschlag rasch gesetzlich umzusetzen. Gerechtfertigt ist unser verkehrspolitischer Vorschlag aufgrund der guten Erfahrungen, die mit Tempolimits zum Beispiel in Oberösterreich und in Tirol gemacht wurden“, so Högelsberger abschließend.

 

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000: Mag. Lydia Matzka 0699/14 2000 26, Dr. Heinz Högelsberger 01/812 57 30-38