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BM Pröll muss heimisches Agro-Treibstoffziel korrigieren

Wien (15. Oktober 2008). Anlässlich des morgigen Welternährungstages fordert die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die heimischen Beimischungsziele für Agro-Treibstoffe zu korrigieren. Eine Studie der Weltbank belegt, dass bis zu 75 Prozent der Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln auf die Verwendung von Agrarprodukten und -flächen für die Herstellung von so genannten „Biofuels“ zurückzuführen sind. „Steigende Nahrungsmittelpreise haben dazu geführt, dass in den letzten Jahren weltweit zusätzlich etwa 100 Millionen Menschen in die Armut abgerutscht sind. Während Minister Pröll entgegen aller Argumente unbelehrbar an den heimischen Agro-Treibstoffe-Zielen festhält, können sich Menschen in armen Ländern ihr Essen nicht mehr leisten. Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank“, fordert Jens Karg, Landwirtschaftssprecher von GLOBAL 2000.

Der globale Klimawandel ist Realität. Ohne entschlossenes Gegensteuern wird sich die Erdatmosphäre um bis zu 4,5° Celsius erwärmen. Für das Erreichen der Klimaschutzziele gibt es hierfür viele Ansätze. Eine verstärkte Förderung von Wärmedämmung, öffentlichem Verkehr, Sonnen- und Windenergie bietet ein großes Potential. „Der Bevölkerung vorzugaukeln, unser maßloser Energiehunger könnte durch pflanzliche Treibstoffe befriedigt werden ist sicherlich der falsche Weg. Wirklicher Klimaschutz sieht anders aus“,so Karg

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Landwirtschaftssprecher: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20