GLOBAL 2000 fordert wirksame Gegenmaßnahmen und Fahrverbote schon im Vorfeld.

Wien (16. Juli 2009). Aktuell kommt es in Österreich wieder zu Ozonüberschreitungen. Gestern wurde in Wien-Umgebung 194 µg Ozon pro Kubikmeter Luft gemessen, auch in der Wiener Innenstadt kratzte der Wert von 178 µg knapp an der 180-µg-Marke der Informationsschwelle. Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert dabei heftig die Untätigkeit und Unfähigkeit der Verantwortlichen bei diesem seit Jahren bekannten Umwelt- und Gesundheitsproblem. „Die Aktivitäten der Behörden beschränken sich darauf, die Öffentlichkeit im Nachhinein über hohe Ozonkonzentration in der Luft zu informieren. Das ist eindeutig zu wenig. Notwendig wäre ein zuverlässiges Prognosesystem, um schon im Vorfeld von Ozonbelastungen wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können”, so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

Die UmweltschützerInnen warnen davor, dass nach der gestrigen Überschreitung in Ostösterreich auch in den nächsten Tagen die Ozonbelastung unzumutbar hoch sein wird und fordern daher ein Prognosesystem sowie Gegenmaßnahmen bei erhöhter Ozonbelastung. „Hohe Ozonbelastungen zu veröffentlichen, ohne gleichzeitig dagegen aktiv zu werden, ist zynisch und menschenverachtend. Denn dadurch entsteht die perverse Situation, dass potentielle Opfer – hauptsächlich Kinder und ältere Menschen – bei bestem Badewetter sich in geschlossenen Räumen aufhalten sollen, während der Verursacher – nämlich der Straßenverkehr - ungehindert weiter rollen darf.”

GLOBAL 2000 fordert daher, dass es schon im Vorfeld von sich abzeichnenden Episoden von hohen Ozonkonzentrationen zu massiven Einschränkungen im Autoverkehr und bei anderen Verursachern von Ozon-Vorläufersubstanzen kommt.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Doris Rauh, Tel.: 0699/14 2000 19 und Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30-18, E-Mail: heinz.hoegelsberger@global2000.at