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U-Bahn-Bau dient Gemeinde Wien aber als Vorwand zur Ausdünnung des Straßenbahnnetzes!

Wien (9. Mai 2008). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt den Ausbau des Wiener U-Bahnnetzes. Gleichzeitig kritisiert GLOBAL 2000 aber, dass die Gemeinde Wien die Verlängerung der U2 zum Vorwand nimmt, die Straßenbahnlinie 21 gänzlich einzustellen. „Damit wird eine verhängnisvolle Tradition fortgeführt, im Nahbereich neuer U-Bahnlinien das Straßenbahnnetz auszudünnen. Zusätzliches Umsteigen, sowie der Verlust von verkehrlicher Nahversorgung - Straßenbahnen haben ihre Haltestellen in kürzeren Abständen als U-Bahnen - sind die Folge,“ so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

Der relativ gute Modal Split in Wien ist auch dem dichten Straßenbahnnetz zu verdanken. „Doch seit hundert Jahren fährt die Straßenbahn mit eine unveränderten Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h durch die Stadt. Es gibt keine ambitionierten Beschleunigungsprogramme. Auch der Bau neuer Verbindungen bzw. die Verlängerung von bestehenden Linien 21. uns 22. Bezirk stagniert“, so Högelsberger abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehrsexperte: Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30-18