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GLOBAL 2000 macht Druck auf österreichische EU-Abgeordnete – Neue Website: www.timetolead.eu

Wien (25. September 2008). Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 startet heute gemeinsam mit seinen europäischen Partnerorganisationen die Kampagne „Time to Lead“. Silva Herrmann, Klimasprecherin von GLOBAL 2000, erklärt dazu: „Für die Klimazukunft unseres Planeten ist es entscheidend, dass wir jetzt handeln. Die EU muss ihre Führungsrolle im internationalen Klimaschutz aktiv wahrnehmen. Es ist TIME TO LEAD! Nur so können wir die globale Erwärmung auf unter 2 Grad begrenzen und damit katastrophale Folgen des Klimwandels vermeiden.“

Derzeit laufen die Verhandlungen zum Energie- und Klimapaket der EU auf Hochtouren. Durch dieses werden die Weichen für die Klimazukunft Europas gestellt. Silva Herrmann: „Wir brauchen Taten und keine Lippenbekenntnisse. Das, was realpolitisch beim Energie- und Klimapaket läuft, widerspricht aber massiv den Notwendigkeiten des Klimaschutzes. Mit unserer Kampagne „Time To Lead“ machen wir Druck auf die österreichischen EU-Abgeordneten, damit Klimaschutz in Europa tatsächlich umgesetzt wird.“

Besonders scharf kritisiert GLOBAL 2000 die Entscheidungen des EU-Industrieausschusses in den vergangenen Wochen. Dieser hat mit seinen Entscheidungen dem massiven Zukauf von außereuropäischen Verschmutzungsrechten zur Erfüllung der Klimaziele zugestimmt.

Worum geht es im Klima- und Energiepaket der EU?
1.) Klimaschutz: Die EU-Mitgliedsstaaten sollen ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20% (gegenüber 1990) reduzieren. Nur dann, wenn andere Industrieländer einer Reduktion um 30% zustimmen, erhöht die EU die Zielvorgabe ebenfalls auf 30%.
Probleme: Die einseitige Verpflichtung der EU zu einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um 20 Prozent bis 2020 reicht nicht aus, um den globalen Temperaturanstiegs auf 2 Grad zu begrenzen. Außerdem droht ein massiver Zukauf von Verschmutzungsrechten. Wir benötigen aber echten Klimaschutz.
2.) Erneuerbare Energien: 2020 sollen 20% des EU-Energiebedarfs aus Erneuerbaren Energien stammen.
Problem: Die Zielvorgabe eines Anteils von 20% an Erneuerbaren Energien bleibt sowohl hinter den Notwendigkeiten als auch den Möglichkeiten zurück.
3.) Energieeffizienz: Der Gesamtverbrauch an Primärenergie soll bis 2020 um 20% sinken.
Problem: Die Einsparung soll gegenüber dem „Business-as-usual“ erreicht werden. Es ist daher sehr unwahrscheinlich, dass der Energieverbrauch, wie es notwendig wäre, absolut sinkt.
4.) Verkehr: Der Verkehr entwickelt sich mehr und mehr zum Klimaproblem. Im Energiepaket werden dennoch keine Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens vorgesehen.

Zeigen EU-Abgeordnete Führungskompetenz im Klimaschutz? Fragen Sie nach, unter http://www.timetolead.eu

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Klimasprecherin: Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17, E-Mail: silva.herrmann@global2000.at