Wien, am 15. Dezember 2015 - Die Initiative „Zukunft Görtschitztal“ hat mit Unterstützung der Bürgerinitiative „Rettet das Görtschitztal" bis zum heutigen Tag mehr als fünfhundert schriftliche Erklärungen von GörtschitztalerInnen gesammelt, die sich der Umweltbeschwerde von GLOBAL 2000 anschließen möchten.Horst Reichmann, Obmann von „Zukunft Görtschitztal“ freut sich über das starke Engagement der Bevölkerung: „Wichtige Beweggründe für viele Menschen im Tal sind die Sorge um die Gesundheit und die Angst vor weiteren Belastungen, aber auch die Hoffnung auf einen Neustart in eine giftfreie Zukunft. Daher sind unsere Blicke derzeit erwartungsvoll auf die Bezirkshauptmannschaft St. Veit an der Glan gerichtet.“

Die Umweltbeschwerde wurde von GLOBAL 2000 am 19. Oktober 2015 bei der Bezirkshauptmannschaft St. Veit an der Glan eingebracht und liegt dort zur Bearbeitung. Aufgabe der Behörde ist es, die Beschwerde rasch zu prüfen und bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen für die Anwendung des Bundes-Umwelthaftungsgesetzes, dem Antrag von GLOBAL 2000 zu folgen und das Beschwerdeverfahren zu veröffentlichen.

Trotz der erhöhten Arbeitsbelastung der Behörde aufgrund von HCB- und Asbest-Problematik hofft GLOBAL 2000-Umweltchemiker Helmut Burtscher auf ein zeitnahes und positives Ergebnis: „Dass mehr als fünfhundert betroffene Menschen sich dem Verfahren anschließen, ist ein starkes Argument. Wir vertrauen darauf, dass die BH unsere Umweltbeschwerde nun mit noch höherer Priorität bearbeitet, sodass die Menschen im Görtschitztal vielleicht vor Weihnachten, spätestens aber vor Jahreswechsel eine positive Rückmeldung erhalten werden."

Die Umweltbeschwerde ist ein Rechtsinstrument, welches die Behörde dazu auffordert, gemäß dem Bundes-Umwelthaftungsgesetz vorzugehen und die Verursacher eines Umweltschadens festzustellen. Den Geschädigten wird dadurch Parteienstellung im Sanierungsverfahren zuteil: Das bedeutet besserer Zugang zu Informationen, das Recht auf Mitsprache und die Geltendmachung ihrer Ansprüche gegen die Verursacher.

„Nicht zuletzt empfiehlt das vom Land Kärnten vor wenigen Wochen in Reaktion auf den Funk-Bericht verabschiedete Maßnahmenpaket die Zusammenarbeit mit Umweltschutzorganisationen als Maßnahme zur Verhinderung zukünftiger Umweltskandale. Das Bundesumwelthaftungsgesetz, auf dessen Anwendung unsere Umweltbeschwerde abzielt, bietet hierfür einen geeigneten gesetzlichen Rahmen“, so Burtscher abschließend.