Menschenkette in Paris

GLOBAL 2000 äußert anlässlich der 50.000igsten installierten Ölheizung scharfe Kritik an der Förderung der Mineralölwirtschaft in Form der Initiative „Heizen mit Öl“.

“Die Mineralölwirtschaft führt KonsumentInnen mit dem geförderten Einbau von Ölheizungen auf den klimapolitischen Holzweg und in eine jahrzehntelange Abhängigkeit von Öllieferungen. Dadurch wird die Förderung schon sehr bald wieder direkt an den Fördergeber, also die Mineralölwirtschaft zurückbezahlt.“, erklärt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher der Umweltorganisation GLOBAL 2000, “Besonders irreführend ist es, den BürgerInnen einzureden, etwas Gutes für das Klima zu tun, wenn man das Heizsystem mit den höchsten CO2-Emissionen am Markt einbaut. Wir raten allen KonsumentInnen dringend, den Lockangeboten der Mineralölwirtschaft nicht auf den Leim zu gehen!“

Aktuell sind etwa 613.000 Ölheizungen in Österreich installiert, etwa 85 % sind älter als 15 Jahre und müssen in den nächsten Jahren ersetzt werden. Werden diese Heizsysteme wieder mit neuen Ölheizungen ersetzt, würde das ein jahrzehntelanges Verbleiben in der Ölsackgasse bedeuten.

Das ist mit den Pariser Klimschutzzielen unvereinbar und deshalb hat die Bundesregierung im Regierungsprogramm den langfristigen Ausstieg aus der Ölheizung bereits beschlossen.

Die Mineralölwirtschaft wendet sich mit dieser Aktion klar gegen die Erreichung der Pariser Klimaziele und gegen die Beschlüsse der Bundesregierung.

"Die Politik darf sich von der Mineralölwirtschaft nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen und muss eine klare Antwort geben. Der Einbau von klimafreundlichen Heizsystemen muss zum Standard erklärt und gefördert werden. Mit finanziell attraktiven Umstiegsangeboten für KonsumentInnen könnten wir eine Win-win-Situation für Klima & Bürgerinnen schaffen“, so Johannes Wahlmüller abschließend.