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GLOBAL 2000 legt 3-Punkte-Programm für den Energiebereich vor.

Wien (26. August 2008). Für die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 muss auf die steigenden Energiepreise mit Ausgleichsmaßnahmen reagiert werden, die sowohl ökologisch als auch sozial sind. „Statt der gängigen Symptombekämpfung muss die Politik intelligente Lösungen anbieten, die Mensch und Umwelt gleichermaßen entlasten“, so Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000. Für den Energiebereich stellt die Umweltschutzorganisation drei leicht umsetzbare Maßnahmen vor: Statt Bedürftigen einen Heizkostenzuschuss nach dem „Gießkannenprinzip“ zu gewähren, sollte es eine Energieberatung sowie finanzielle Unterstützung für klimafreundliche und energieeffiziente Heizungen, aber auch sparsame Haushaltsgeräte geben. „Beispiele aus Deutschland zeigen, dass mit einem „Energiespar-Startpaket im Wert von 50 Euro die jährlichen Kosten um 100 Euro reduziert werden können“, so Högelsberger.

Weiters fordert GLOBAL 2000 ökologische und sozial gerechte Tarife für Fernwärme, Strom und Gas. Die Tarifmodelle der Strom- und Gaswirtschaft führen – unter dem Deckmantel der Kostentransparenz – dazu, dass sparsame KonsumentInnen für ihre Energie unverhältnismäßig mehr bezahlen als EnergieverschwenderInnen. „Unser Vorschlag soll dazu führen, dass die Energiekosten für sparsame NutzerInnen geringer werden und sich für VerschwenderInnen dementsprechend verteuern!“

Als dritten Punkt fordert GLOBAL 2000 eine Reform der Pendlerpauschale: Von den 1,8 Millionen PendlerInnen hat rund ein Drittel keine Alternative zum PKW. Tatsächlich pendeln aber drei Viertel aller Betroffenen mit dem Auto. Mehr als 600.000 PendlerInnen könnten also Öffis benützen, sie tun dies aber nicht. „Diese große Gruppe wird mittels Pauschale genauso steuerlich gefördert, wie ihre bus- und bahnfahrenden KollegInnen. Das ist eine unökologische Verschleuderung von Steuergeldern“, so Högelsberger. Er schlägt folgende Alternative vor: Abschaffung der kleinen Pendlerpauschale und Gewährung der großen Pauschale für alle, die nachweisen können, dass sie per Rad oder Öffi unterwegs sind bzw. keine Alternative zum Autofahren haben. „Damit würden ökologisch denkende PendlerInnen finanziell gefördert werden“, erklärt Högelsberger abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail.: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30-18