Glyphosat

GLOBAL 2000 weist darauf hin, dass das von Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter angekündigte österreichische „Nein zu Glyphosat“ ein Ablaufdatum haben könnte. Denn es gilt nur solange wie der von der Kommission zur Abstimmung vorgelegte Vorschlag auf Wiederzulassung von Glyphosat kein EU-weites Verbot der Vorerntebehandlung von Getreide beinhaltet („Sikkationsverbot“). Insofern hat sich die Position des Landwirtschaftsministers seit 2016 keinen Millimeter geändert.

Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat aber bereits in der Vorwoche gegenüber dem Nachrichtenportal Euraktiv signalisiert, in einem neuen Kommissionsvorschlag Zugeständnisse machen zu wollen, um die Pattsituation bei den Mitgliedsstaaten zu beenden. Denn ähnliche Forderungen wie aus Österreich kommen auch aus Deutschland .

„Es ist beschämend, dass unser Landwirtschaftsminister im Ministerrat nicht bereit war, gemeinsam mit der Gesundheitsministerin der Wiederzulassung eines von der WHO als „wahrscheinlich beim Menschen krebserregend“ eingestuften Pestizids eine klare Absage zu erteilen“, sagt Helmut Burtscher, Umweltchemiker von GLOBAL 2000: „Wir begrüßen daher den Antrag der Grünen zur Einrichtung eines EU-Unterausschusses. SPÖ, FPÖ und Grüne haben es nun gemeinsam in der Hand, ein österreichisches Nein zu Glyphosat in Brüssel sicherzustellen.“