Wien / Baden, 11.6.2014. Was ist Umwelt? Wozu reparieren und recyceln? Warum Bio? Diese Fragen und noch vieles mehr stehen im Mittelpunkt des neuen Umweltbildungsprojektes der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 und des gemeinnützigen Vereins menschen.leben. Mit der Kooperation verfolgen die beiden NGOs das Ziel, Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund Umweltschutz näherzubringen und sie auf diese Weise bei der Integration zu unterstützen. Zusätzlich sollen auch Jugendliche für dieses Thema sensibilisiert werden.

Durchgeführt wird das Projekt von zwei UmweltpädagogInnen der Organisation GLOBAL 2000 in den Einrichtungen und Projekten des Vereins menschen.leben in Niederösterreich, Salzburg und Tirol. Dazu zählen Wohngemeinschaften für Flüchtlinge, Jugendtreffs sowie Bildungsreinrichtungen für MigrantInnen, wo die Umweltbildung im Rahmen von Workshops, Deutschkursen und Exkursionen stattfindet. Die Zielgruppe erhält die Möglichkeit, an kostenlosen Veranstaltungen aus fünf verschiedenen Modulen (Umweltschutz in Österreich, Ernährung und Abfall, Mobilität, Littering, Konsumverhalten) teilzunehmen. In 20 Workshops werden bis Oktober 2014 rund 200 TeilnehmerInnen erreicht.

Mit den österreichischen Lebensgewohnheiten auseinandersetzen

„Die Themenfelder Mülltrennen, Konsumverhalten, Energieverbrauch und Mobilität gehen alle Menschen in Österreich gleichermaßen etwas an“, sagt Thomas Lackner, Projektleiter der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. „Bestimmte Personengruppen haben jedoch bedingt durch ihre jeweilige Lebenssituation zu wenig Zugang zu diesen Themen. Daher haben wir gemeinsam mit der NGO 'menschen.leben' ein Umweltbildungsprojekt speziell für Menschen mit Migrationshintergrund gestartet, damit sich MigrantInnen mit Umweltthemen vertraut machen können und ein verbessertes interkulturelles Zusammenleben möglich ist!“

Lisa Jochmann, die das Projekt für den Verein menschen.leben koordiniert, ergänzt: „Umweltschutz hat in Österreich einen sehr hohen Stellenwert und eignet sich hervorragend um sich mit den Lebensgewohnheiten des Landes auseinanderzusetzen, daher kann er auch eine bedeutsame Rolle bei der Integration spielen.“

Das Projekt trägt nicht nur zu einem verbesserten interkulturellen Miteinander bei, sondern ermöglicht den TeilnehmerInnen auch die eigene Umweltbildung zu erhöhen, anerkanntes Umweltverhalten in Österreich zu üben, dem eigenen Konsumverhalten mehr Sinn zu geben und damit einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

Angelegt ist diese Initiative vorerst als Pilotprojekt. Nach der Evaluierung im Herbst 2014 sollen die gewonnen Daten und Erfahrungen in ein langfristig angelegtes Umweltbildungsprojekt fließen, das generell der Umweltarbeit und Umweltbildung einen höheren Stellenwert bei der Integration geben will.