Wien, am 13. Dezember 2015 - Gestern wurde in Paris ein Klimaschutzabkommen abgeschlossen, mit dem Ziel, die globale Erwärmung so weit wie möglich unter zwei Grad zu begrenzen und alle Anstrengungen zu unternehmen, um die globale Temperatur auf maximal 1,5 Grad ansteigen zu lassen. GLOBAL 2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller, der vor Ort die Verhandlungen beobachtet hat: „Das Ziel des Klimaabkommens kann nur erreicht werden, wenn alle Staaten jetzt weltweit den Umstieg auf erneuerbare Energie vorantreiben. Österreich muss seinerseits den Umstieg auf 100 % erneuerbare Energie beschließen und eine Energie- und Klimastrategie zur Umsetzung ausarbeiten. Paris ist kein Endpunkt, es muss als Startschuss verstanden werden.“

Gestern haben tausende UmweltschützerInnen aus aller Welt an Kundgebungen, Demonstrationen und Aktionen in Paris teilgenommen um für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einzutreten. Es wurde eine Menschenkette rund um den Eiffelturm gebildet und der Schriftzug „Climate Justice for Peace“ gebildet. Dabei verteilten sich Freiwillige in der ganzen Stadt und und luden Handyfotos hoch. Auf einer Google-Map erstrahlte dann der Schriftzug „Climate Justice for Peace“ über dem Grundriss der Stadt. Auch GLOBAL 2000 war mit 60 Freiwilligen vor Ort und nahm an den Aktionen teil.

Gleichzeitig haben 195 Staaten einem Klimaschutzabkommen zugestimmt, dass einerseits langfristige Ziele festlegt und von den einzelnen Staaten verlangt, regelmäßig ambitioniertere Klimaschutzpläne vorzulegen. Mehr als 180 Staaten haben bereits Klimaschutzpläne eingesendet, derzeit reicht die Ambition aber noch nicht aus, um das Ziel des Vertrags zu erreichen. Alle fünf Jahre sollen die Staaten neue ambitioniertere Klimaschutzpläne vorlegen. Im Vertrag ist eine erste Überprüfung im Jahr 2023 vorgesehen. Weiters soll es eine erste unverbindliche Überprüfung schon im Jahr 2018 geben. „Das eröffnet eine kleine Chance, schon bis zum Inkrafttreten des Vertrags eine Verbesserung der Klimaschutzpläne zu erreichen. Diese Chance muss genützt werden und auch Österreich muss seinen fairen Beitrag leisten“, so Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000 abschließend.

Fotos finden Sie unter http://www.flickr.com/photos/global2000.