GLOBAL 2000-AktivistInnen beteiligt an Schienen- und Straßenblockaden

(Gorleben, 27. November 2011) Noch nie konnte Castor-Transport so lange aufgehalten werden - die Fahrt der Atommüll-Behälter dauert inzwischen schon länger als 92 Stunden - der Rekord des Vorjahres ist also gebrochen. Und es geht weiter - Zusammen mit tausenden BürgerInnen versuchen GLOBAL 2000-AktivistInnen die Weiterfahrt der Atommüll-Container auf der Starße in das Zwischenlager im norddeutschen Gorleben zu blockieren. „Das Zwischenlager ist nicht für die Aufnahme weiterer 120 Tonnen Atommüll geeignet: Bereits im August wurden erhöhte Strahlenwerte am Zaun um das Areal gemessen, die die Überschreitung des Jahresgrenzwerts befürchten lassen. Dieses hochriskante Problem wurde einfach nur durch eine Umgruppierung der Atommüll-Container ‚gelöst‘. Dies ist kein verantwortungsvoller Umgang mit Müll, der noch für viele tausend Generationen nach uns hochradioaktiv sein wird“, warnt Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Sprecher von GLOBAL 2000 vor Ort.

„Wir tragen die Verantwortung für den Atommüll, den wir der Zukunft hinterlassen!“

Das in den abgebrannten Brennelementen enthaltene Plutonium, das in den Behältern in Glas eingeschmolzen wurde, ist noch für 240 000 Jahre radioaktiv. Das Salzbergwerk in Gorleben, dessen Eignung als endgültiges Lager für Atommüll immer noch erkundet werden soll, hat Kontakt mit wasserführenden Schichten – durch Wasserkontakt würden die Behälter verrosten, durch Druck das umschließende Glas brechen und das Plutonium in die Umwelt freisetzen. „Bereits ein Millionstel Gramm Plutonium verursacht bei Menschen mit Sicherheit Krebs – wir tragen die Verantwortung für den Atommüll, den wir der Zukunft hinterlassen. Gorleben ist ein fatales Experiment“, so Uhrig.

Österreich auch für Atommüll verantwortlich

„Auch Österreich ohne eigenes Atomkraftwerk ist mitverantwortlich: 6 Prozent unseres Stroms kommt aus Atomkraftwerken - selbst nach der Fukushima-Katastrophe hat sich daran noch nichts geändert. Wir fordern eine verantwortliche Lagerung des Atommülls – und endlich ein Atomstrom-Importverbot für Österreich.“ Die UmweltschützerInnen sind erfreut darüber, dass eine österreichische Nationalratsabgeordnete, Christiane Brunner, die Umweltsprecherin der Grünen, ebenfalls an den Aktionen im Wendland teilnimmt und auch die Bemühungen zu einem Verbot von Atomstrom in Österreich unterstützt.

Fotos von der Aktion http://www.flickr.com/photos/global2000/

 

Kontakt:

Atomcampaigner (vor Ort in Gorleben): Reinhard Uhrig 0043/699/14 2000 18

GLOBAL 2000 Presse:

Simonne Baur, 0043/699/14 2000 23

Nunu Kaller. 0043/699/14 2000 20 GLOBAL 2000