Mit großer Freude und Erleichterung nimmt die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 zur Kenntnis, dass das österreichische Parlament die Chance auf ein weitergehendes Neonicotinoid-Verbot zum Schutz der Bienen wahrgenommen hat.

“Das Thema Bienensterben und Neonicotinoide hat die Arbeit von GLOBAL 2000 seit dem Jahr 2004 regelmäßig und konstant begleitet. 2008 forderten wir gemeinsam mit den österreichischen Imkervertretern einen Ausstieg aus den Neonicotinoiden in der Landwirtschaft. Daher ist unsere Freude, nach neun Jahren diesen Erfolg feiern zu dürfen, entsprechend groß!”, sagt Helmut Burtscher, Umweltchemiker von GLOBAL 2000: “Allerdings ist der Beschluss des Landwirtschaftsausschusses noch kein Gesetz, und oft liegt der Teufel im Detail. Wir werden daher ein Auge darauf haben, ob bei der Übersetzung des Beschlusses in einen Gesetzestext der Bienenschutz nicht wieder verwässert wird.”

Da ein Totalverbot der drei bienengiftigen Neonicotinoide, welches bekanntlich ebenfalls von Politikern in den Raum gestellt worden war, nicht erzielt wurde, wird es aber wichtig sein, jene Anwendungen der drei bienengiftigem Neonicotinoide, die auch zukünftig erlaubt sein werden, einem genauen Monitoring zu unterstellen, um mögliche negative Auswirkungen auf Bienen und andere Bestäuber zu erfassen. Das betrifft Spritzanwendungen v.a. Anwendungen von Imidacloprid und Thiamethoxam auf Obst, Wein und Gemüse.

Rückfrage-Hinweis:
Helmut Burtscher, Umweltchemiker GLOBAL 2000
+43 (0)699 14 2000 34