Wien, 1. Juli 2013: Heute wird im Nationalrat im ständigen Unterausschuss in Angelegenheiten der EU der Antrag der Grünen durch den Abgeordneten Wolfgang Pirklhuber eingebracht. Eine klare Stellungnahme vor allem seitens des Landwirtschaftsministers Berlakovich ist jetzt gefordert. Um den alten und seltenen Sorten ein Weiterbestehen zu ermöglichen, braucht es ein klares Signal aus Österreich.

Anfang Mai veröffentlichte die EU-Kommission ihren Vorschlag zu einer neuen EU-Saatgutverordnung. Die Verordnung sieht strenge und aufwändige Registrierungsverfahren auch für alte und seltene Sorten vor. Eine freie Weitergabe des Saatguts der Biodiversitätssorten und das Fortbestehen vieler regionaler Sorten ist gefährdet. Bereits im April hat sich Umweltminister Nikolaus Berlakovich mit der Unterzeichnung der Petition von ARCHE NOAH und GLOBAL 2000 („Freiheit für die Vielfalt“) für den Erhalt alter und seltener Sorten ausgesprochen, ihm folgte auch Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer. Heidemarie Porstner, Agrarsprecherin bei GLOBAL 2000, betont: „Hochrangige Vertreter beider Koalitionsparteien unterstützen unsere Kampagne. Jetzt ist ein klares Zeichen seitens der Abgeordneten gefordert. Sie können heute mit ihrer Abstimmung Minister Berlakovich daran binden, in Brüssel eine klare österreichische Position zum Erhalt der Vielfalt zu vertreten.“

Der Ausschuss tagt um 16:30h. „Danach wird es mehr Klarheit darüber geben, ob sich der österreichische Landwirtschaftsminister auch wirklich für das Fortbestehen der alten und seltenen Sorten und für mehr Biodiversität in der Landwirtschaft einsetzt“, gibt Porstner zu bedenken.