PRESSEINFORMATION

Umwelt-AktivistInnen fordern Schutz vor Gentech-Mais MON810 – Neue Studien belegen Risiken



Mehr Aktionsfotos unter www.global2000.at



Wien (27. November 2008).
Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 appelliert im Rahmen einer spektakulären Banner-Aktion an den neuen Gesundheitsminister Alois Stöger umgehend das österreichische Importverbot gegen den Gentech-Mais MON810 wieder in Kraft zu setzen. Mit einem über 40 Quadratmeter großen Banner fordern die UmweltschützerInnen: „Gentech-Mais? Importverbot jetzt!“ Gentechnik-Sprecher von GLOBAL 2000, Jens Karg dazu: „Seit Mai diesen Jahres ist das Importverbot für den Monsanto-Mais aufgehoben. Zwei aktuelle Studien belegen allerdings seine Risiken. Die Zeit drängt, der neue Minister muss sofort die Ärmel aufkrempeln und die Österreicherinnen und Österreicher durch ein Importverbot vor dieser Risiko-Pflanze schützen.“

Zwei neue Studien untermauern die Forderung der UmweltschützerInnen: Eine Fütterungs-Studie des italienischen Forschungsinstitutes für Ernährung und Lebensmittel kommt zu dem Ergebnis, dass der Gentech-Mais MON810 signifikante Veränderungen im Immunsystems bewirken kann.

Eine weitere Fütterungsstudie im Auftrag des österreichischen Gesundheits- und des Lebensministeriums wurde unter der Projektleitung von Univ. Prof. Dr. Jürgen Zentek von der Vet. Med. Uni Wien durchgeführt. Die Untersuchungen an Mäusen ergaben bei fortlaufender Zucht über 20 Wochen, dass Mäuse, die mit den Gentech-Mais-Sorten NK603xMON810 gefüttert wurden im Vergleich zu der Kontrollgruppe, die mit normalem Futter versorgt wurde, signifikant weniger Nachkommen hatten. Weiters hatten die Nachkommen der mit Gentech-Mais gefütterten Mäuse ein signifikant geringeres Gewicht. Die Multi-Generationsstudie (jeweils die weiblichen Nachkommen wurden gepaart) beweist Veränderungen der Organe nach der Fütterung des Gentech-Mais

Österreich hat, auf Druck der EU-Kommission, das Importverbot für den Gentech-Mais MON810 als Lebens- und Futtermittel im Mai dieses Jahres aufgehoben. Und das, obwohl die Mehrheit der-Mitgliedstaaten sich klar gegen die Kommissionsforderung gestellt hatten. 15 Umweltminister votierten gegen einen diesbezüglichen Antrag der Kommission. „Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen nur eine Schlussfolgerung zu: Der Gentech-Mais ist nicht ausreichend überprüft und birgt damit Risiken für Mensch, Tier und Umwelt. Das dürfen wir nicht einfach tatenlos hinnehmen. Der neue Minister muss umgehend handeln! Zum Schutze der Gesundheit der österreichischen KonsumentInnen und zur Bewahrung unserer guten Landwirtschaft“, so Karg abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19 , E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Gentechnik-Sprecher Jens Karg: Tel.: 0699/14 2000 20

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