GLOBAL 2000 übergibt Sarg, gefüllt mit Protestunterschriften an STRABAG-Vorstand

(Wien, 11.11.2010). Heute um 10 Uhr übergeben als TotengräberInnen verkleidete AktivistInnen von GLOBAL 2000 einen Sarg gefüllt mit 2500 Unterschriften an STRABAG-Vorstand Peter Krammer: Baustopp für das AKW Mochovce fordern nicht nur die UmweltschützerInnen, sondern auch tausende besorgter BürgerInnen.
„Die STRABAG muss wieder auf den Boden des österreichischen Anti-Atom-Konsens zurückkehren und aus dem Bau von Mochovce aussteigen",fordert Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Campaigner von GLOBAL 2000. "Der Bau von Mochovce bricht internationales Recht, ist wirtschaftlich unsinnig und für die Sicherheit der Menschen ein Wahnsinn! Die STRABAG ignoriert die berechtigte Sorge der österreichischen Bevölkerung um die permanente Gefahr eines Nuklearunfalls im Schrott-Reaktor Mochovce“, so Uhrig weiter.
Die auf dem technischen Niveau der 1970er-Jahre konzipierten Reaktoren werden durch die Baubeteiligung der österreichischen STRABAG keinen Deut sicherer. Im Zuge der Ausschreibung hat die STRABAG den Zweitbieter um 31 Prozent deutlich unterboten. Dieses Dumpinggebot lässt vermuten, dass auch die Qualität der Bauausführung darunter leiden wird.
In der Causa Mocovce gewann GLOBAL 2000 zusammen mit anderen Umweltschutzorganisationen bereits ein Gerichtsverfahren vor den Vereinten Nationen, weil das Projekt eindeutig internationales Recht bricht. „Wir haben die STRABAG davon in Kenntnis gesetzt. Die Reaktion  auf den juristisch belegten Rechtsbruch war, dass die STRABAG-Bauarbeiten binnen kurzem abgeschlossen sein werden. So darf ein Unternehmen nicht mit einer Beteiligung an einem internationalen Rechtsbruch umgehen. Zeigen sie Verantwortung, hören Sie auf die besorgten BürgerInnen, Baustopp jetzt“, fordert Uhrig.

Fotos der Aktion ab ca 11:30 Uhr unter:

 

Kontakt:

Jens Karg, Tel.: +43 699 14 2000 20, presse@global2000.at

Reinhard Uhrig, Tel.: +43 699 14 2000 18