Das EU-US-Freihandelsabkommen muss vom neu gewählten EU-Parlament abgestimmt werden. Deshalb startet die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 gemeinsam mit ihrer deutschen „Friends of the Earth“ Partnerorganisation BUND, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, einen TTIP-KandidatInnen-Check. Im Rahmen dieser Online-Aktion befragen die Umweltorganisationen die Europawahl-KandidatInnen in Österreich und Deutschland zu ihrer Position zum EU-US-Freihandelsabkommen und heben dabei besonders den Schwerpunkt Umwelt- und Verbraucherschutz hervor.

 
Die KandidatInnen werden gebeten, Stellung zu drei einfachen, klaren Statements zu nehmen. Diese wird auf der Plattform www.ttipcheck.eu veröffentlicht. "Damit können sich Bürgerinnen und Bürger einerseits ein Bild über die Positionen der Personen machen, die sie am 25. Mai in das EU-Parlament wählen können, andererseits können sie aktiv werden, indem sie KandidatInnen, die noch keine Stellung bezogen haben, eine Aufforderung über das E-Mail-Tool schreiben", erklärt Vicky Zedlacher, GLOBAL 2000 TTIP Check-Projektleiterin und Digital Communications Leiterin.
 
Für GLOBAL 2000 ist TTIP inakzeptabel: Die Verhandlungen werden intransparent, undemokratisch und unter Ausschluss der Zivilgesellschaft geführt. Unter dem Deckmantel eines zweifelhaften Wirtschaftswachstums droht TTIP, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards auszuhöhlen und rechtsstaatliche Verfahren zu unterminieren - zugunsten immer mächtiger werdender Konzerne. Gerade im Vorfeld der Europawahlen im Mai muss deutlich werden, dass die EU künftig noch stärker für Bürgerbeteiligung und hohe Standards steht.