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GLOBAL 2000 demonstriert BM Faymann, wie wirksamer Klimaschutz ohne finanzielle Belastungen im Verkehrssektor möglich sein kann.

Wien (16. April 2008). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert die österreichische Bundesregierung dazu auf, beim heutigen Ministerrat endlich konsequente Klimaschutzmaßahmen im Verkehrssekor zu beschließen. „Es gibt zahlreiche und vor allem rasch umsetzbare Maßnahmen im Verkehrsbereich, die effektiven Klimaschutz möglich machen,“ sagt Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000. „Diese würden auch zu keinen zusätzlichen Belastungen führen, sondern sogar Geld sparen!“ Dazu gehört die Einführung eines Tempolimits von 80/110. Diese Maßnahme allein führt zu einer Ersparnis von 1,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Weiters schlägt GLOBAL 2000 ein Straßenbau-Moratorium für Autobahnen und Schnellstraßen vor. „Bisher blieb Minister Faymann aber untätig, daher steigen gerade im Verkehrssektor die Treibhausgas-Emissionen ungehindert weiter und heizen so den Klimwandel an!“ GLOBAL 2000 fordert die österreichische Regierung im Vorfeld des morgen stattfindenden Klimagipfels dazu auf, den schönen Worten endlich Taten folgen zu lassen.

GLOBAL 2000 zeigt weitere Lösungswege für Klimaschutz im Verkehrssektor auf: „Mit den vom ÖBB-Management verspekulierten 200 Millionen Euro hätte man eine Regionalbahn-Offensive starten können, ohne die SteuerzahlerInnen zusätzlich zu belasten,“ rechnet Högelsberger vor. „Wenn Umweltminister Pröll tatsächlich die Feinstaubbelastung in Österreich auf ein legales Maß reduzieren will und daher den gesetzlichen Rahmen für Fahrverbote bei hoher Schadstoffbelastung schafft, würde auch dies dem Klimaschutz dienen, ohne dass daraus finanzielle Belastungen entstehen. Die Regierung könnte auch die zahlreichen Steuergeschenke beim Flugverkehr stoppen. Dies wäre eine äußerst wirksame Klimaschutzmaßnahme!“ Die aufgezählten Beispiele demonstrieren, dass eine Reduktion von Treibhausgasen sehr wohl ohne zusätzliche Kosten für AutofahrerInnen möglich wäre. Aber selbst hier scheut sich die Regierung, tätig zu werden. Högelsberger abschließend: „Die Zeit drängt und die Regierung muss im Klimaschutz endlich aktiv werden!“

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26 und Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehrsreferent: 01/812 57 30/18